1. Tag 17.07.2010 wir starten gemeinsam in Braunschweig. Wir das sind Manfred, Gerd, Detlef und auf dem Weg nach Holzminden unserer ersten Stadion stößt Harald der von Vallstedt kommt in Vechelde dazu. Wir radeln so die ersten 4 Stunden im Regen aber ziemlich entspannt. Je mehr wir uns der Weser nähern um so besser wird das Wetter und anspruchsvoller die Strecken ( Weserbergland ) Abends sitzen wir dann in Holzminden beim Abendbrot, worauf Gerd ziemlich langen warten muss und können schon wieder über die paar Berge lächeln.
2. Tag 18.07.2010 nach anfänglichen Schwierigkeiten durch Bürokram in der Jugendherberge kommen wir dann so kurz nach 9 Uhr los. Heute brennt die Sonne schon ganz schön. Wir wollen heute 150 Km fahren, über Paderborn nach Sundern zur Sorpetalsperre. Auf dem Weg dahin werden wir auch nicht geschont und müssen gleich Steigungen bis 10 Prozent über uns ergehen lassen ( schwitz ) Wir fahren durch das Eggengebirge vorbei an reizvollen Landschaften der Briloner Höhen als wir alle abrupt stehen, Gerd hatte einen angefahrenen Dachs am Straßenrand liegen sehen und wolle ihn auch uns zeigen, außer ein kaputtes Rücklicht war an den Rädern noch alles heil,denn Manfred hatte in dem Moment nach links und Harald auch wo anders hin geschaut, ich konnte als letzter noch bremsen. Als wir schon 3 Km vor dem Ziel waren der JH Sorbesee mussten wir noch mal alles geben, um so mehr hat dann das Schnitzel mit Pilzen geschmeckt und ein leckeres Kaltgetränk.
3. Tag 19.07.2010 wir frühstücken wie es Peter Fox auch so schön besungen hat, in der JH dem „Haus am See“ noch mal lecker und dann radeln wir erst einmal gemütlich Berg ab . Unser Weg führt uns fast rund um die Talsperre schön im Schatten. Heute soll es nach Köln / Wesseling an den Rhein gehen wieder knapp 150 Km und es wird noch heißer! Das Sauerland das sich anschließende Bergische Land machen seinem Nahmen alle Ehre. Wir halten an den Bergspitzen für kleine Trinkpausen bei denen Harald immer den erste ist. Man schießt der die Berge hoch! Dafür sind Manfred und Gerd immer super schnell wieder den Berg runder mit Spitzen von 60 Km/h. Mittag gegessen wird wie auch an den anderen Tagen spontan an irgend welchen netten Gaststätten im Schatten. Wir erreichen den Rhein so gegen 18.30h wo natürlich die letzte Fähre schon weg ist. Aber kein Problem für uns 4 wir essen wieder lecker Abendbrot und schlafen unter freiem Himmel am Rhein weil es auch keine freien Zimmer mehr gibt. Wir haben alle nicht zum ersten mal die Sterne gezählt.
4. Tag 20.07.2010 … 6.10 h über einen schmalen Steg gelangen wir auf unsere Personenfähre die voll besetzt ist mit Radlern wie wir aber auch andere die zur Arbeit fahren. Bevor wir unser wohlverdientes Frühstück an einem mobilen Bäckerwagen erhalten sollten mussten wir uns erst mal wieder an einem ordentlichen Anstieg durch ein Dorf hinauf beißen! Gut gestärkt aber heut noch heißer ( 35 °C ) fahren wir dann durch das Röhnische Gebirge und die Eifel in Richtung Belgien. Am Ruhr Stausee fahren wir auf einem Rad/Wanderweg der uns viel Schatten spendet aber auch frisches kaltes Quellwasser mit dem wir uns erfrischen und die Trinkflaschen auffüllen. Nun noch einmal richtig Berg auf und ab und auf bis wir über die Belgische Grenze kommen wo wir das Gefühl haben unsere Fahrräder hält jemand fest, aber es war nur der schlechte Fahrbahnbelag der uns bremst! Es ist 17.30 h und wie sind auf den letzten Metern zum Gipfel. Endlich es ist geschafft, wir umarmen uns freuen uns das alles so gut geklappt hat und hissen unsere Flagge mit der Dunkelziffer von HIV und AIDS ( 29 000 ) in Belgien. Wir machen mehrere Fotos bis wir uns dann alle wieder trennen, denn Manfred und Gerd wollen sich noch ein paar schöne Tage am Rhein machen bevor sie dann mit dem Zug heim fahren. Wir beiden Harald und ich werden von seiner Freundin Marlies mit dem Auto abgeholt und sind 24 Uhr auch wieder zu Hause.
5. Fahrzeit 4 Tage, reine Fahrzeit 27.45 h , 530 Km .





Kroatien bleibt mit einem Fragezeichen!
4 Tage frei – ein weiterer Gipfel der waae.de ist erklommen! Uwe Fischer, Matti Heilmann und Joachim Franz. 3000 Kilometer Wegstrecke. 1831 Höhenmeter.
02.07. 2010/ 6:30 Uhr Start in Wolfsburg, der Multivan der Volkswagen Nutzfahrzeuge gleitet Richtung München. Matti Heilmann, Globetrotter Marketingexperte und überzeugter waae Unterstützer und Joachim Franz, der Erfinder der gleichnamigen „Jedermann-Aids-Expedition“, nehmen den Verursacher der Kroatienreise, Uwe Fischer an der Messe auf. Uwe Fischer hat die „cape2cape“ als Reportagefotograf begleitet, aber keinen Gipfel erklommen. Aber wer ehrlich davon erfasst ist helfen zu wollen, den zieht es im Rahmen dieser waae, irgendwann auf einen Gipfel. Uwe's wird übermorgen kommen! 12:30 Uhr, der Weg führt zuerst nach Zumberak, Nähe Zagreb, dort wollen wir bei Freunden übernachten. Es wird ein lustiger Abend, in einem vergessenen Tal.
03.07.2010/ 9:00 Uhr, die Reise geht weiter. Einen Zwischenstopp im Winnetou-Land, Plitvicke Jezera und schon sind wir in Knin. Letzte größere Stadt vor dem Reiseziel Dinara. Wir schauen uns das einsam gelegene Massiv näher an, ehe wir entscheiden zügig nach Knin zurück zu fahren. Es ist 15:30 Uhr – Proviant einkaufen – Tanken – Viertelfinale gegen Argentienen! Am Straßenrand in Knin, drei Deutsche, drei Kroaten, ein kaltes Bier und vier Tore, was will man mehr. Keine Autokorsos, keine Lautstärke, aber Dario als Freund der uns zum Grillen mit der Familie einlädt. Was willst du mehr!
04.07.2010/ 9:00 Uhr, Frühstücken. Wir schauen uns noch eine empfohlene Anfahrtsstrecke Richtung Dinara (Route 1) an, entscheiden uns aber schließlich für die im Internet spärlich beschriebene Route 3, die wir am Vortag ausgespäht hatten. Wieder sind es mehr als gastfreundschaftliche Kroaten, die unsere Suche nach der richtigen Zufahrt zum Erfolg verhelfen. 12:30 Uhr, nicht die beste Zeit zum Starten, aber an den vier Wegstunden zum Gipfel sollten wir auch bei 30 Grad unsere Freude haben. Ein hervorragend ausgezeichneter Weg führt uns schnell bergauf, eine alte Burgruine steht majestätisch über uns. Der Schweiß fließt, aber die Landschaft entschädigt für alles. Einer kleinen Wandergruppe im Abstieg begegnen wir, sonst hat uns der Berg für sich. Uwe's erster Berg! 15:45 Uhr, das Gipfelkreuz. Wir rollen die kroatische Fahne aus. Ein Fragezeichen, wo eigentlich die Dunkelziffer stehen sollte? Wir haben zerschossene Häuser unzählbar gesehen, die Spuren eines Jugoslawienkrieges, der vieles hinterlassen hat, sicher nicht nur dieses Fragezeichen. Wir sind dennoch glücklich einen weiteren Beitrag geleistet zu haben, denn wir dürfen nicht aufhören zu fragen, zu berichten, zu mahnen. Bei allen unseren Begegnungen in diesem Land haben wir positiven Zuspruch für unsere Aktion bekommen. Ja, wir kennen das Problem! Nein, wir wissen nicht wie viele! Nach 7 Stunden und 30 Minuten stehen wir wieder am Auto. Für den Moment zufrieden. Noch 120 Kilometer Richtung Meer. 22:00 Uhr, Vodice, erstes Restaurant, Fischplatte und eiskalter Weißwein. Verdient! Schlafen auf der anderen Straßenseite im Haus der Wirtin für 20,- Euro p.P.. Gastfreundschaft!
05.07.2010/ 9:00 Uhr. Ein Kaffee am Straßenrand, 20 Meter zum ersten Segelboot. Urlaub müsste man haben. An der Küste entlang, einsam ist es hier und karg, was mögen die Menschen hier über HIV und Aids wirklich wissen? Höhe Gospic weg vom Meeresblick, zurück auf die Autobahn. Zagreb, Ljubljana, Salzburg, München. 21:00 Uhr, wir sitzen beim Uwe in der Küche, schauen auf den langsam vor sich hinschmorenden Fleischkäs, knabbern schon mal an der Brezen, genießen ein kaltes Helles und können kaum glauben, dass alles wieder vorbei ist.
06.07.2010/ 9:00 Uhr. Der Fischer hatte nix Zuhause, also kleines Frühstück im goldenen M. Letzter Schritt – München – Wolfsburg. Nach genau 600 Kilometern bringe ich Matti zum Zug, um 15:00 Uhr Arbeitsbeginn – Bericht schreiben! Das war er!
WAAE Mount Toubkal, Marokko - Missionarisch rauf und runter!
6. Juni 08:00 Uhr, Marokko, Jema el Fna in Marrakech. Das Haar sitzt noch nicht. Die Einheimischen schlafen noch. Eine Truppe von 22 mehr oder weniger Fitten, HIV-Positiven, Schwulen und Heteros tritt an, um den mit 4167 Metern höchsten Berg des Landes zu besteigen. Vor einem Jahr hielt ich diese Tour für eine ziemlich unmögliche Angelegenheit: Mit der Gipfelbesteigung sollte ein Zeichen für HIV- und Aids gesetzt werden, in einem Land, das zwischen Schleier und Moderne hin- und hergerissen ist. Die Religion gibt klar vor, dass Sex nur in der Ehe in der Missionarsstellung erlaubt ist und damit ist das Thema HIV und Prävention auch schon erledigt. Über Sexualität wird einfach nicht gesprochen. Wer es dennoch wagt, das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen, muss mit einem Ausschluss vom sozialen Leben rechnen. Ausländer, die ihr Sexleben zu offen vor sich hertragen, müssen gar gelegentlich mit der Ausweisung rechnen.
Beim Aufstieg gab es weitere Grenzen zu überwinden: Wie werden die Bergführer mit unserer Truppe umgehen? Wie reagiert mein Körper in der Höhe? Kann ich schlafen? Werde ich höhenkrank? Wird meine Frisur bis zum Gipfelfoto halten? Werden alle fit genug sein, um bis auf den Gipfel zu kommen?
Allah schien ein paar gute Tage gehabt zu haben: Jamal, Rashid und Mohamed waren die besten Führer, die man sich vorstellen konnte: perfekt organisiert und frei von Berührungsängsten, obwohl sie sämtliche Hintergründe der Tour genauestens kannten. Nach einer für die meisten eher schlaflosen und kurzen Nacht begannen wir den Ansturm auf den Gipfel. Je höher wir kamen, desto langsamer ging es voran, mehr und mehr Zwischenstopps waren nötig, die Höhenkrankheit machte sich bemerkbar: doppelt sehen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung. Die Gruppe hielt zusammen, Schokolade, Nüsse und gelegentlich eine helfende Hand gaben neue Energie: Alle waren auf dem Gipfelfoto. Das Haar saß. Oder um es mit Walt Disney zu sagen: „Es macht Spaß, das Unmögliche möglich zu machen.“
Euer Thilo
Unsere Flagge hat nach Zypern, dem Wurmberg und dem Punta la Marmora nun im Rahmen eines Wochenendausflugs nach Mallorca ihren 4. Berg hinter sich - zumindest fast...wie auch auf Zypern ist auch der höchste Berg Mallorcas militärische Sperrzone. Wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, kamen wir, Marion Werner, Dr. Andreas Müller und ich, nur bis zum Zaun - im Hintergrund sieht man aber wenigstens die Kuppe mit dem Radar. Von dem Punkt aus, wo die Fotos gemacht wurden, wollten wir eigentlich zu Fuß gehen (ca. 5 Kilometer), aber das ging nun leider nicht. Dieses Mal kamen wir auch nicht so einfach weg wie auf Zypern, denn jetzt wurden wir wirklich vom spanischen Militär aufgehalten - erst kam ein Jeep angebraust mit einem jungen Soldaten, der fragte, was wir hier täten und das wäre doch verboten und was das überhaupt für ein Plakat sei uswusf. Wir mussten dann warten, bis mit einem weiteren Fahrzeug ein zuständiger Offizier ankam, der uns das Gleiche nochmal erzählte, dem wir wieder erklären mussten, wozu das Ganze gut sein soll und der uns dann Gottseidank nur wegschickte, ohne dass wir die Fotos löschen mussten, wie der erste Soldat das wollte.
Ein bisschen Platz haben wir noch auf der Flagge, den wir auf jeden Fall noch füllen wollen - mal sehen, welcher Berg uns noch einfällt!
Grüße!
Katrin
Cerro Catedral ist Teil der Sierra Carapé, mit 513 Metern ist er der höchste Berg in Uruguay.
Zu dieser Zeit ist Winter beginnt hier der Winter. Der Morgen des 27. Mai begann windig und kühl. Der Gipfel ist nur von einem einzigen Ort, 120 km entfernt von La Barra Stadt in Punta del Este, erreichbar. Es ist eine einfache und angeheme Wanderung auf dem Weg kann man die schöne Landschaft bewundern.
Am Mittag waren wir oben, dort fanden wir graue Felsformationen, die typisch für die Region sind.
Für mich und meine Freunde Alejandro, Nicolas und Diego ist es eine Ehre, zur "world aids awareness expedition" beigetragen zu haben, ich danke Ihnen für die Gelegenheit.
Mt. Cokely (Mt. Arrowsmith) - 1,619 m, Vancouver Island
Nachdem ich am Sonntag 2.5.2010 den Marathon in Vancouver/Canada gelaufen bin, startete ich am folgenden Mittwoch, 5.5.2010 mit RUDY, Bergführer aus Port Alberni, zu meiner Expedition auf den Mt. Cokely im Massiv des Mt. Arrowsmith. Heftiger Schneefall der letzten Tage und dichter Nebel im Tal ließen uns trotzdem aufsteigen. Mühsam erreichten wir mit Schneeschuhen den direkten Weg. Beiderseits unseres Aufstiegs waren mächtige Schneebretter. Unsere Botschaft zu überbringen und ein Zeichen zu setzen, war für uns stetig der gute Antrieb, weiter nach oben zu schauen und zu klettern. Aber auch die Stille, die Natur zu atmen und alles wahr zu nehmen, hat uns zu Freunden geschmiedet. Wir haben den summit um 12.50 erreicht, mussten dann wegen aufkommender Wetteränderung schnell wieder absteigen.
Mt 50/40 Fifty/Fourty, Vancouver Island
Wir mussten früh raus, die Wettervorhersage meinte es gut.. der perfekte Tag für den Mt. 50/40. Gegen halb sechs trafen wir unsere Freunde Christine, Ursula, Charles, Robert, Harry und RUDY .. den Bergführer... ! Eine halbe Stunde Richtung Tofino auf dem Highway und dann 'irgendwo' mal links ab (RUDY muss diesen Weg schon hundert mal gefahren sein) Jedenfalls begann dann das Abenteuer: Gravel Road von der üblen Sorte. Schneebretter, die entfernt werden mussten... ein heruntergefallener Baum musste auf Durchfahrtmaß zersägt werden. ..(Canadier haben immer eine Säge an Bord) und dann war schließlich wieder eine kleine Schleife an einem noch kleineren Ast, links, ganz unscheinbar am Wegesrand. Das war der Einstieg. Und was für einer! Es ging aufwärts, steil, mit Schneeschuhen. Zuerst durch Wald, dann wurde es lichter... und steiler. Und noch steiler. Irgendwie hat mich die Situation, das Engagement meiner neuen Freunde und die Aussicht von Schritt zu Schritt beflügelt. Angst habe ich erst viel später verspürt. Wir haben den summit um 13.52 Uhr erreicht und das Banner gesetzt. Auf dem Gipfel, während der Pause nach dem Aufstieg habe ich meinen Freunden die Geschichte der waae erzählen dürfen und ihre Freude gehört und gespürt, dass sie dabei sein durften.
Der Abstieg war nicht weniger kraftraubend. Eher gefährlich für mich, denn ich bin zweimal gestürzt.
Vielleicht drücken die hier beigefügten Bilder auch die Freude meiner Begleiter aus, mit der sie unsere world aids awareness tour auf einem kleinen aber sehr erfolgreichen Weg begleiten durften. Ich bin stolz auf Christine, Ursula, Charles, Robert, Harry und vor allen Dingen auf RUDY Brugger.. Sowie auf das Base Camp, Val und Don Startup in Port Alberni für die beste Versorgung, Liebe und das grenzenlose Vertrauen, die Hilfe und das Verständnis für meine Situation und meine Krankheit.
... eine kurze mail hat mich vom Base Camp Val Startup, Port Alberni erreicht (nach den schweren Schneestürmen in Calgary)
2010/5/13, .... Hi Dieter...not sure where you are in the sky as I type, but you are definitely enroute to Germany now, after your layover in Calgary...hope it went well...it's sad to see you go, but we are just so happy that you had a good time, and that you have great memories..we know that you will, and that you have made many more friends in Canada!
Der Hügel El Pital liegt in Chalatenango, 15 km nordöstlich der Stadt San Ignacio. Er ist mit einer Höhe von 2.730 Metern der höchste Punkt in El Salvador. Wir gehören dem 4x4 offroad Club El Salvadors an. Für uns war es unglaublich wichtig an dieser Expedition teilzunehmen. Am Samstag den 1. Mai um 14 Uhr begann unsere Tour. Wir fuhren zusammen in 4 Autos bis zum höchsten Punkt El Salvadors, „El pital“.
Von der Hauptstadt bis zu San Ignacio sind es ungefähr 80 km. Als wir in San Ignacio angekommen sind, sind wir durch sehr schräge und krumme Straßen bis zum Campingplatz gefahren. Es war ziemlich schwer da durchzufahren, denn die Straßen sind ganz eng und die Hälfte des Weges besteht aus Schlahmm. Der Winter hat bei uns gerade begonnen, und es regnet sehr viel. Dies macht die Besteigung noch schwieriger. Um ca. 18 Uhr erreichten wir endlich den Campingplatz. Da musste sich nicht nur jede Person anmelden , sondern auch die Autos. Danach haben wir unsere Zelte in einer Höhe von 2700m aufgebaut .
Um 22 Uhr sind wir alle schlafen gegangen. In der Nacht sinkt die Temperatur da oben, wir hatten ca. 8°C. Für uns war es sehr kalt, da wir in San Salvador 25°C das Jahr über haben, und nicht an kaltes Wetter gewöhnt sind. Sonntag Morgen standen wir um 6.30 auf. Nachdem wir gefrühstückt haben, begann unsere Wanderung bis zum Gipfel. Um 11 Uhr waren wir endlich auf dem höchsten Punkt unseres Landes angekommen. Da machten wir ein paar Fotos. Das Ziel wurde erreicht und wir fühlen uns wohl an so einer guten Aktion teilgenohmen zu haben.
Quque Cea aus El Salvador
Monika Hull hat den höchsten Berg Botswanas, den Tsodilo Hills (1489m) mit der Fahne der „world aids awareness expedition“ erfolgreich bestiegen. Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze.
Der Mount Keokradong, mit 1230 m der höchste Gipfel in Bangladesch, liegt im Bandarban Distrikt, in der Region Chittagong Hill Tract. Diese Berge sind das beliebteste Trekking-Gebiet Bangladeschs. Der Gipfel ist über verschiedene Routen zugänglich, die von unterschiedlicher Länge sind. Die "Nature Trek Route" ist die anspruchsvollste Strecke, obwohl sie keine technischen Schwierigkeiten bietet. Von der Hauptstadt Dhaka in Bangladesch, wo wir leben und arbeiten, begann unsere Busreise. Es ging erst Richtung Chittagong und dann von Chittagong nach Bandarban. Wir begannen unser Abenteuer nach Ruma Bazzar mit dem Jeep, mussten dann irgendwann auf ein Boot umsteigen und dann noch mal eine kleine Wanderung zum Boga Lake machen.
Diese Wanderung dauerte 3 Stunden und die Entfernung beträgt 17 km.
Wir mussten uns beim lokalen Militärkamp anmelden. Nur 14 lokale Führer standen für die Begleitung im Ruma Bazzar Umland zur Verfügung. Wir starteten die Wanderung zum Boga Lake, unseres Basecamps. Boga Lake ist mit 1216 m über den Meeresspiegel die höchste Berg-See-Enklave von Bangladesh. Es fließt weder ein Bach ein noch aus, aus dieser Enklave, trotzdem ist sie nie ausgetrocknet. Die Dorfbewohner bieten angenehme und adäquate Unterkünfte und Verpflegungsmöglichkeiten für Touristen an. Außerdem sorgt das naheliegende Militärcamp für Sicherheit in der Gegend.
Der Weg zum Berg durch die Bäche, bereitete uns große Freude auf unserer Reise zu diesem faszinierenden Ort. Mit einem lokalen Führer erreichten wir am Abend Boga Lake, wo wir übernachteten. Der See ist sehr angenehm und schön. Wir empfehlen dort zu schwimmen, wenn man schwimmen kann.
Ashrafuzzaman Ujjal und ich hatten Glück am nächsten Tag! Wir hatten einen sehr warmen und sonnigen Tag, während des Aufstiegs vom Keokradong am 1. Mai 2010. Wir begannen unsere Wanderung vom Dorf Boga See. Es dauerte ca. 3 Stunden bis wir am Gipfel angekommen waren und fühlten dass, wir haben die Mission der WAAE erfolgreich durchgeführt haben. Wir machten ein paar Fotos. Auf dem Rückweg trafen wir eine kleine Gruppe von einheimischen Wanderern.
Es war sehr schön und sehr wichtig für uns den Jerzeca zu besteigen, weil es ein historischer Aufstieg war. Nach 20 Jahren, konnten wir wieder eine Expedition zum höchsten Punkt des Landes im Winter wagen. Der Jerzeca ist der höchste Gipfel in den albanischen Alpen und stellt eine Herausforderung für alle Bergsteiger dar. Wir nannten diese Tour „Paradise, Jezerca“. Alles war mit Schnee bedeckt und die Landschaft war sehr schön. Die Besteigung dauerte 5 Tagen von Tirana aus. Wir liefen 12-14 Stunden am Tag durch den tiefen Schnee mit Schneeschuhen, Steigeisen und Seilen, um unser Ziel zu erreichen. Nach dieser Erfahrung fühlten wir uns wie Profibergkletterer. Wir nahmen an dieser Expedition teil um auf die HIV/Aids- Problematik in Albanien aufmerksam zu machen. Obwohl die Zahl HIV-Aids betroffenen und infizierten Menschen nur ein paar Hunderte beträgt, muss mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Denn diese Zahl wächst. Für mich war das die schönste Expedition, die ich je gemacht habe. Ich bin froh, dass alles so gut gelaufen ist und dass wir unser Ziel erreichen konnten.
Bericht über die Besteigung des Pidurutalagalas – Sri Lanka
Als wir uns meldeten, um den Pidurutalagala zu besteigen, wussten wir noch nicht so ganz genau, worauf wir uns da einlassen. Nicht, dass es uns an körperlichen Fähigkeiten gemangelt hätte: 2534m hoch, mitten in den Tropen gelegen, stellt er keine große Herausforderungen für uns dar. Aber wohl die Gesetzeslage. Die Besteigung ist verboten, da auf dem Gipfel eine Radio- und Fernsehsendestation steht, die von der Armee bewacht wird. Erst haben wir versucht, über das Tourismusbüro an eine Erlaubnis zu bekommen, dann wurden wir zum örtlichen Armeecamp verwiesen. Wir nahmen das Taxi und wollten uns zum Chef durchstellen lassen, doch leider mussten wir einsehen, dass die sprachliche Barriere zum Problem wurde. Der Tuk-Tuk-Fahrer dolmetschte zwar brav, doch begegneten sie uns mit großer Skepsis. Sie wollten einen Nachweis, eine Karte als Beweis sehen, dass wir Teilnehmer der "WAAE" sind. Nach 20 Jahren Bürgerkrieg wird das Land von unzähligen Armee- und Polizeiposten bewacht und das Misstrauen ist groß. Sie schickten uns weiter nach Colombo zum nationalen Armeecamp, wollten uns jedoch weder Adresse noch Telefonnr. rausrücken und schienen langsam das Interesse an uns verloren zu haben. Etwas enttäuscht über die Situation fuhren wir zurück ins Guest House, was direkt vor dem Berg lag und schauten noch eine Weile hinauf. So grün, so üppig bewachsen muss es doch einen Weg geben, auf dem wir unbemerkt hinauf klettern könnten. Am nächsten Morgen standen wir zeitig auf, um auf eigene Faust, dickköpfig und vielleicht auch etwas leichtsinnig, trotzdem loszuziehen. Nach Gefühl durchquerten wir den Ort und nahmen jede Straße, die uns in etwa in die richtige Richtung führte. Die Straßen wurden immer schmaler und irgendwann standen wir vor einem Privatgrundstück, dessen Eingangstor weit offenstand. Ein kleiner Pfad führte darüber hinweg direkt in den Wald und so huschten wir hinüber und waren vollkommen allein. Der Pfad wand sich immer weiter den Berg hoch, gabelte sich wieder und wieder und irgendwann schien das Hupen der Autos im Ort unendlich weit weg zu sein. Um uns herum zwitscherten nur noch die Vögel. Lautlos quollen die Wolken zwischen dem Geäst hervor und uns wurde etwas mulmig, als die Blätter den Weg nahezu überwucherten. Gibt’s hier Schlangen? Oder gar Gefährlicheres, was da auf uns wartet? Oder kommt gleich doch ein Soldat aus dem Gestrüpp gesprungen? Das Glück war auf unserer Seite: Irgendwann wichen die Bäume dem Geröll und gaben einen wahnsinnigen Blick auf die Stadt frei: Nuwara Eliya, die höchste Stadt Sri Lankas lag uns zu Füßen. Hier hörte auch abrupt der Weg auf, dem wir gefolgt waren und was vor uns lag war undurchdringliches Dickicht. Da ab Mittag die Wolken heraufziehen und es schon später Vormittag war, beschlossen wir, hier unser Gipfelfoto zu machen.
Wir hoffen, den Auftrag der "world aids awareness expedition" erfüllt zu haben, auch wenn wir nicht auf dem allerhöchsten Punkt standen! Ein kleines Abenteuer haben wir so aber auf jeden Fall erlebt.
Der Mount Kosciuszko ist mit 2228m über dem Meeresspiegel der höchste Punkt Australiens. Er liegt im wunderschönen Kosciuszko National Park in New South Wales. Im Winter sind die Berge das beliebteste Ski-Gebiet Australiens, im Sommer (also von Dezember bis Februar) liegt meistens kein Schnee und das Wetter ist oft angenehm warm. Der Gipfel ist über verschiedene Routen zu erreichen die sich hauptsächlich durch ihre unterschiedliche Länge von einander unterscheiden. Die anspruchvollste Strecke ist der Nature Trek, obwohl auch dieser keine technischen Schwierigkeiten darstellt.
Alex, Vince, Duygu und ich hatten Glück und hatten einen sehr warmen, sonnigen Tag als wir den Berg am 24. Februar bestiegen haben. Deshalb haben wir uns auch entschieden nicht den üblichen Wanderweg zu nehmen sondern vom Dorf Thredbo aus mit dem hiking Trek zu starten und uns dort Wasserfälle und Wälder der Berge anzuschauen.
Auf dem Gipfel angekommen haben wir eine größere Gruppe von Australischen Wanderern getroffen und uns mit Ihnen über die waae und ihre Ziele unterhalten. Sie waren alle überrascht, dass die Anzahl der mit dem HIVirus infizierten Menschen in Australien sich auf 36.000 beläuft.
Da die 11.5 km bis zur Spitze doch länger gedauert haben als geplant und wir es uns nicht nehmen lassen wollten den Blick von oben auch richtig zu genießen, waren wir gezwungen unsere rückroute zu verändern um nicht im Dunkeln nach unten durch den Wald klettern zu müssen. Deshalb hatten wir beschlossen die letzten 5 Kilometer des Abstiegs einem alten Kiesweg zu folgen, der relativ direkt zurück zum Dorf führt. Leider war der Weg zu steil zum gehen, also mussten wir den Berg bis zum Dorf hinab laufen um nicht dauernd auszurutschen.
Dieser Tag war eine besondere und tolle Erfahrung für uns alle!
Ein besonderes Dankeschön möchte ich noch Duygu aussprechen, die mich trotz ihrer starken Höhenangst nicht im Stich gelassen hat!
MT APO, DAVAO CITY, PHILIPPINNEN
Start: Brgy. Mainit, Digos City, Davao del Sur Philippines
Ziel: Brgy. Ilomavis, Kidapawan City, North Cotabato, Philippines
Höhe: 2956 hm
Tag 1: 10.03.2010
Von Tayabas Quezon kamen wir um 5:00 Uhr morgens am Ninoy Aquino International Airport (NAIA) an und stiegen in den Airbus „Flight PR819“ Richtung Davao. Der Flug dauerte fast zwei Stunden von der Hauptstadt Manila. Angekommen in Davao, besorgten wir schnell Proviant für die Expedition und nutzten die restliche freie Zeit zur Erkundung der Stadt. Wir hatten früh zu Abend gegessen und gingen auch früh ins Bett. Übernachtet haben wir bei Len, einem unserer Bergführer.
Tag 2: 11.03.2010
Wir haben einen Bus gemietet um Kapatagan in Digos City (eine benachbarte Stadt ) zu erreichen. Dort haben wir, mit Lens Unterstützung, die für die Besteigung des Mt. Apos erforderlichen Genehmigungen, in der zuständigen Abteilung des Ministeriums für Umwelt und natürliche Ressourcen, beantragt. Wir haben auch einen zusätzlichen Bergführer und einen Helfer zur Unterstützung der Besteigung engagiert. Um 10.00 Uhr stiegen wir auf so genannte „habal habal“ (Motorradtaxis) Richtung Mainit (Stadt). Das ist die letzte Austiegsstation bevor man das Base Camp erreicht. Am frühen Nachmittag stiegen wir hoch zum Camp 1, auch bekannt als Goodygoody Camp. Um 18:30 waren wir im Camp, aßen zu Abend und saßen gesellig bei einander, trotz den Strapazen vom langen Reisetag.
Tag 3: 12.03.2010
Besteigungstag: Wir hatten schnell gefrühstückt und brachen sehr früh vom Lager auf. Die Wanderung begann auf dem Boulder Pfad. Gegen 12 Uhr kamen wir am Kraterrand. Dort war es heiß und trocken. Eine Stunde später aßen wir zu Mittag. Nach langem Kampf, wandern und klettern, kamen wir auf dem Gipfel um 1:30 am Nachmittag an! Stolz und mächtig froh den höchsten Gipfel der Philippinen erfolgreich bestiegen zu haben, entfalteten wir die "waae" -Fahne. Der Tag war ein bisschen bewölkt, aber es gab genug Licht und etwas Sonnenschein, um das Gipfelbild zu schießen! 3 Stunden später bauten wir für die Übernachtung unser Camp auf und erkundeten die Gipfelumgebung.
Tag 4: 13.03.2010
Um 7:00 Uhr morgens hatten wir bereits gefrühstückt und um 9:00 Uhr fingen wir an, den Berg hinunter zu gehen. Gegen Mittag passierten wir den Lake Venado und aßen dort zu Mittag. Nach einer kurzen Pause machten wir uns wieder auf den Weg und erreichten am Nachmittag die Mainit Thermalquellen. Nach einer Überquerung des Sees Agko, erreichten wir endlich Ilomavis, in Kidapawan. Es war schon 17h. Erschöpft und sehr müde wurden wir in Kidapawan City nach Davao City mitgenommen. Auf nach Hause! Wir fühlten uns mehr als Eroberer, wir wurden vom Berg erobert.
Danke, dass wir Teil der "waae" werden durften! Mabuhay aus den Philippinnen!
Reisebericht von John Robert Thomas „Igem“ Gajardo (Team Leader, Mt Apo 2010). Englische Übersetzung aus dem Philippinischen von Pastor Noel A. Suministrado / Koordinator waae Philippinnen.
Als ich mich im vergangenen Jahr im Rahmen der WAAE für den Teide beworben hatte, war er schon für´s Frühjahr durch andere Interessenten reserviert. Wegen des harten Winters war der Nationalpark auf Teneriffa bis Ende Februar geschlossen. Dies machte eine Besteigung im Frühjahr für die ersten Bewerber unmöglich. Nachdem wir zufällig im Januar diesen Jahres auch wieder eine Teneriffawoche für März gebucht hatten, bekam ich ca. drei Wochen vor Abflug das Angebot, den höchsten Berg Spaniens doch noch selbst erklimmen zu dürfen. Also habe ich in diesen drei Wochen vorab über Reiseveranstalter, Nationalparkbüro (wegen der Gipfelgenehmigung) sowie zwei deutschsprachiger kanarischer Zeitungen versucht, diese wichtige Expedition etwas öffentlicher vorzubereiten und eventuell auch Einheimische und Touristen zum mitgehen zu bewegen, doch leider haben die Spanier jegliche Kontaktversuche total ignoriert und unser Reiseveranstalter durfte keine internen Daten seiner Kollegen vor Ort herausgeben.
Am ersten Tag waren wir auch sofort im Parkbüro für dir Genehmigung (der Gipfel darf nicht ohne „Permit“ bestiegen werden – zumindest zur Tageszeit, bzw. wenn die Seilbahn in Betrieb ist). Leider gab es auch in diesem Jahr wegen der Unwetter der vorangegangenen Wochen und Mengen Neuschnee wieder keine offiziellen Absegnungen. Angeblich war auch der Normalaufstieg (ca. 10 km mit 1400 Höhenmetern) nicht begehbar. Also beschloss ich, erstmal den ursprünglichen Grund der reise mit meiner Freundin – den Urlaub anzutreten und die Besteigung noch einige Tage warten zu lassen. Gewöhnlich werden bei den nun herrschenden üblichen Kanaren-Temperaturen die Bedingungen am Berg schnell besser. Tatsächlich hatte sich zum Ende der Woche der Schnee bis ca. 3000 m Höhe zurückgezogen und die Tour wurde möglich. Einige Eis- und Firnfelder, ähnlich den Westalpen auf gleicher Höhe im Frühsommer waren noch zu queren.
Das Wetter war recht gut, allerdings herrschten schon ab dem Beginn der Tour recht stürmische Winde aus Nordwest. Glücklicherweise lag der größte teil der Tour genau auf der dem Wind abgewandten Seite. Erst in Gipfelnähe wurde es recht ungemütlich – allerdings stoppten die wachsamen Mitarbeiter der Teleferico del Teide vorerst den Aufstieg „ohne Permit“ auf 3500 m. Freundlicherweise bekam ich den Hinweis, dass nach Betriebsschluss der Seilbahn niemand da wäre, um die Gegend zu kontrollieren – auch ist es offiziell bekannt, dass man vor 9 Uhr und nach 17 Uhr genehmigungsfrei zum Gipfel kann – natürlich nur auf den alpinen Auf- und Abstiegswegen.
Somit erreichte ich den Gipfel (3718 m) kurz nach zwei spanischen Alpinisten am späten Nachmittag. Das Fotografieren mit Fahne der WAAE (Dunkelziffer Spanien bei 230.000) gestaltete sich aufgrund des konstanten Sturmes am höchsten Punkt recht schwierig – jedoch gelang es schließlich nach mehreren Versuchen mit „befestigter“ Flagge im Windschatten einiger Felsen. Der Ausblick auf die benachbarten Inseln sowie über den Atlantik am Rande des noch leicht aktiven Vulkankraters (Schwefeldämpfe) war gigantisch. Dazu kam ein nicht geringer Stolz, im Rahmen der World Aids Awareness Expedition einmal nicht nur „für sich“ einen Berg bestiegen zu haben. Wenn es mir möglich ist, werde ich auch im weiteren Verlauf des zweiten Expeditionsjahres 2010 weiterhin auf diese Expedition sowie deren Ziele aufmerksam machen!
Nach einigen gescheiterten Versuchen schon im letzten Jahr den Jebel Yibir zu besteigen, ist es mir nun endlich gelungen am 05.03. in die VAE zu reisen um den Jebel Yibir zu besteigen.
André Becker, ein Freund von mir, hat mich auf der Reise begleitet.
Samstag morgen, gegen 09:00 machten wir uns auf den Weg von Dubai nach Al-Tawian einem kleinen Bergdorf. Dort angekommen haben wir versucht einen Weg ausfindig zu machen um den Jebel Yibir zu erreichen. Das Problem war hier schon die Sprache. Da wir nicht mit einem GPS-Gerät ausgerüstet waren, waren wir auf viele hilfsbereite Menschen angewiesen, was das ganze etwas spannender machte. Jeder gab uns eine Auskunft aber jede Auskunft war anders.
Ein Mann, der uns zu sich eingeladen hatte, rief noch zusätzlich seinen Sohn an, der auch sofort kam. Wir zeigen Ihnen die Fahne und alle Infos die wir hatten. Ein anderes Problem war das niemand unsere Karte lesen konnte, die natürlich nicht in arabischer Schrift war.
Nach einigen Telefonaten, stand für die beiden fest wo wir hinwollten.
Sie erzählten uns etwas von Armee und Antenne. Dann sprangen sie in die Autos, fragten ob wir reichlich Benzin, Wasser und Essen hätten und fuhren los. Aber wir wollten doch laufen! Das kam für überhaupt niemand hier in Frage, Araber verstehen nicht das man bei diesem Wetter läuft und das auch noch bergauf. Das gibt es nicht, also fuhren wir hinterher. Oben angekommen, hatten wir verstanden. Dort war eine Armeestation. Keine Photos und keine Besteigung. Und schon waren alle verschwunden.
André und ich hatten beschlossen ein Bild unterhalb vom Berg zu machen und dort zu übernachten. Es war reichlich spät geworden, es blieb uns keine Zeit mehr die Gegend zu erkunden. Machten ein Lagerfeuer und genossen die Ruhe und beschlossen am nächsten Tag die Gegend zu erkunden.
Am nächsten Morgen gingen wir stellvertretend für den Jebel Yibir, von einen in der Nähe gelegenen Tal aus auf einen anderen Berg hoch. Vor dort aus gab es noch mal einen traumhaften Bild über das ganze Gebiet.
Es war ein sehr komisches Gefühl weil am 2. Tag einige Militärhubschrauber ihre Kreise drehten. Da wir doch mehrere Leute im Umkreis nach dem Berg gefragt hatten, auch auf einer Polizeistation, waren wir auf einmal gar nicht mehr so sicher ob die vielleicht nicht Ausschau nach uns halten .Ob es so war werden wir nicht erfahren. Gut so.
Es hat uns auf jeden fall sehr viel Spaß gemacht, an diesem Projekt teilzunehmen.



Ich habe mir vorgenommen in so vielen Ländern wie möglich, den höchsten Berg zu besteigen. Kambodscha war mein Ziel diesmal. In Zusammenarbeit mit Zeman vom Cambodia Expeditions Team organisierte ich meine Expedition zum Phnom Aoral. Als Zeman mich fragte, ob ich die „waae“- Fahne mit auf den Gipfel nehmen würde, sagte ich sofort ja. Ich wurde am Flughafen in Phnom Penh von Herrn Yok abgeholt und wir machten uns auf dem Weg zum Aoral Dorf. Wir fuhren erst mit dem Auto und später mit dem „Moto-Taxi“. Im Dorf durfte ich bei Herrn Hon übernachten, meinen lokalen Bergführer und einer der wenigen Menschen, die den Weg zum Gipfel kennen.
Am nächsten Tag starteten wir die Besteigung. Wir liefen nur vom Dorf bis zum Fuß des Berges. Am dritten Tag schafften wir es bis zum Gipfel. Hier findet man einen kleinen buddhistischen Tempel, in dem ein Schild mit dem Namen des Ortes und der Höhe des Berges (1813hm) zu lesen ist. Nach meinem GPS-Gerät liegt der höchste Punkt Kambodschas auf 1810 Meter über dem Meeresspiegel, dieser ist ein kleiner Felsen gleich hinter dem Tempel. Wir rollten die Flagge auf und machten ein paar Fotos, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Wir gingen nur bis zum Lager und verbrachten eine zweite Nacht im Dschungel. Diesmal hörten wir einen Tiger. Herr Yok machte ein großes Feuer und ließ es bis in den Morgen hinein brennen. Yok, der noch vor einigen Jahren mit seinem Vater auf Tigerjagd ging, war sich 100% ig sicher, dass ein Tiger in der Nähe war.
Am nächsten Tag gingen wir zurück zum Aoral Dorf und hatten ein gutes Abendessen bei Herrn Hon. Zur Feier des Tages wurde ein Huhn von Herr Hon's Hof geschlachtet. Ein Bad im Fluss zu nehmen, fühlte sich nach 3 Tagen im Dschungel, mit Temperaturen bis 35 Grad, sehr gut an. Am letzten Tag ging ich wieder nach Phnom Penh und besuchte die Hauptstadt. Eine schöne Stadt mit nur kleinen Häusern und einigen hohen Gebäuden aus Beton.
Der Phnom Aoral ist der 26. Berg den ich bestiegen habe. Er ist weder hoch, noch steil. Außerdem hat man keine schöne Aussicht vom Gipfel, jedoch war die Expedition eine tolle Erfahrung für mich.
Der Mt. Tahat als größte Erhebung Algeriens, gehört den vulkanischen Hoggar- Gebirgen im Süden des Landes an. Für unsere siebentägige Trekkingtour durch die Steinwüste, brauchten wir unbedingt lokale Bergführer und ein Kamel für den Transport unserer Ausrüstung. Wir starteten in Tamarasset eine der größten Städte der Sahara. Die Nächte haben wir standesgemäß im Zelt oder draußen unter den Sternen verbracht. Es war einfach spektakulär! Da haben wir erst verstanden warum die einheimischen diese Art der Übernachtung als Übernachtung in einem 5000-Sterne-Hotel bezeichnen! Im Februar erreichen hier die Temperaturen tagsüber bis 30 Grad, nur die Nächte waren kühl. Die Hoggar- Gebirge gelten, als das größte Outdoor Museum der Welt. Viele Felsen und Höhlen sind beschriftet und bemalt. Bei manchen kann man Bilder sehen, auf denen Menschen und Tieren gemalt wurden, die in der Sahara nicht mehr existieren. Giraffe, Strauß, Gazelle, usw. gehören zu solchen Tieren. Die Wüste, die wir während der Expedition durchquerten, war einst ein feuchtes und fruchtbares Gebiet.
Am 4. Tag unserer Trekking Tour bestiegen wir den Mt. Tahat. Wir verließen das Lager um 7 Uhr und erreichten den Fuß des Berges auf einer Höhe von etwa 2250m nach einer Stunde Fußmarsch. Von hier aus folgten wir für ca. 2 1 / 2 Stunden einen steilen Weg, der uns zum Gipfel führte. Die Strecke stellt keine technische Herausforderung dar, dennoch sind Selbstbewusstsein, Vertrauen und Höhentauglichkeit Voraussetzungen um den Gipfel zu bezwingen. Doch oben angekommen hat man einen spektakulären Blick über die Berge und Ebenen der bemerkenswerten Hoggar-Region. Wir haben endlich nach fast 4 Stunden den Gipfel mit der „world aids awareness expedition“- Flagge erreicht. Wir machten ein Paar Bilder mit der Fahne und sprachen mit unseren Bergführer und Mitarbeiter über das Ausmaß der Pandemie und Algerien. Die waren von der Höhe der Dunkelziffer überrascht und wir hoffen, mit unserer Aktion zu mehr Bewusstsein über HIV/AIDS in Algerien beigetragen zu haben.
Einige Tage später sind wir wieder in unserem Komfort zu Hause angekommen und werden Algerien wegen der spektakulären Landschaft und der gastfreundlichen Menschen in Erinnerung behalten.

Mit seinen 3087 Metern liegt der Pico Duarte als höchster Gipfel der Karibik im Nationalpark „ Armando Bermudez“, der mit dem angrenzenden „Parque Nacional Jose del Carmen Ramirez mehr als 1.400 km² bedeckt. Im Park gibt es einige Wanderwege und einfache Schutzhütten, ohne Führer und Bewilligung ist eine Begehung aber nicht möglich. Die Vegetation setzt sich vorwiegend aus verschiedenen Farnarten und der endemischen Kiefernart, der „pino criollo“, zusammen. Unterhalb von 2.000 Metern und speziell in den feuchteren Gebieten entlang der klaren Flüssen und Bäche sind aber auch Orchideen, Palmen und viele weitere Bäume und Pflanzen zu beobachten. Die Tierwelt beschränkt sich hauptsächlich auf die Vogelwelt, Kolibris, Papageien, Spechte und einige andere Arten, die zu beobachten sind. Giftige Tiere sind nicht zu erwarten!
Obwohl der Pico Duarte eigentlich „nur“ ein 3000er ist, erfordert seine Besteigung einiges an Kondition. Die langen Anstiegswege und die Luftfeuchtigkeit sind dafür sicher mitbestimmend! Obwohl es Tourenvarianten bis zu 6 Tagen gibt, entscheidet sich die große Mehrheit für die Kurzvariante von 2 Tagen. Schade eigentlich, aber bei einer begrenzten Anzahl von Tourentagen wollen eben die meisten Touristen auch anderes von der dominikanischen Republik sehen. Aber diese Kurzvariante hat es auch in sich! Der Aufstieg beginnt ab 1100 m im Bergort „La Cienega“, 2650 Höhenmeter Aufstieg und insgesamt 46 km Streckenlänge müssen bewältigt werden, in 2 Tagen!! Da freuen sich manche Gäste auf das vom Veranstalter bereitgestellte Tragetier, um die langen, steilen Anstiege zu überwinden. Die Verpflegung und Ausrüstung wird sowieso mit den Maultieren hochgebracht.
Doch nun zu unserer Tour: Dieses Mal sind wir mit einer besonderen Mission am Weg zum Gipfel! Die Aktion „world aids awareness“ von Joachim Franz steht im Mittelpunkt der Tour, wir sollten doch die Fahne hochbringen, wurden wir gebeten, was wir selbstverständlich für diesen guten Zweck nicht abschlagen konnten. Aber der Reihe nach:
Alles begann mit der Flughafenabholung am 7.2.2010, Thekla und Peter landeten pünktlich in Puerto Plata, wo wir auch am Flughafen noch Richard, der sich noch zur Gruppe dazumeldete, aufnahmen. Die kleine Verspätung unseres 4x4-Pickups, der uns in die Berge bringen sollte, wurde mit Gelassenheit aufgenommen. Kühler- und Reifenprobleme sind hier im Land die häufigsten Pannen, kein Wunder, abgesehen von den Touristengebieten und einigen Fernstrassen sind die Verkehrswege in teils abenteuerlichen Zustand! Aber letztendlich erreichten wir in nur 2,5 Stunden Fahrzeit Jarabacoa, neben Constanza und San Jose de Ocoa, ein Ausgangspunkt für viele Outdooraktivitäten wie Wandern, Mountainbiking und Kanutouren. Unser Quartiergeber Tim, ein seit vielen Jahren ausgewanderter Deutscher der hier ein kleines Gästehaus betreibt, empfing uns herzlich und somit war alles bereit für den Aufstieg am nächsten Tag. 8.2.: Nach ein paar Tassen selbstbebrühten Kaffee in La Cienega, dem Eingang des Nationalparks ging es los, schnell fand sich unser dominikanischer Führer Rafelito und die Maultiere wurden gepackt!
Um 9.30 marschierten wir los, immerhin warten heute 1.600 Hm Aufstieg auf uns bis zur Hütte. Bei einer Wegstrecke von 18 km ein langer Wandertag, doch letztendlich erreichten wir gegen 17.30 die Hütte „La Comparticion“. Abladen der Mulis, Einrichtung des Schlaflagers und eine heiße Suppe, Um 20.00 gingen wir glücklich, satt und müde zu Bett, der nächtliche Sternenhimmel verhieß Gutes für den nächsten Tag!
9.2. 4.45 – Tagwache! Nach der obligatorischen Tasse Kaffee die letzten 700 Hm zum Gipfel, den wir nach 2-stündigem Marsch bei Sonnenschein und grandioser Fernsicht auch erreichten. Berge, soweit das Auge reicht! Eigentlich besteht die Dominikanische Republik ja nur aus Berge, wenn man vom flachen Ostteil von Punta Cana nach Santo Domingo absieht, aber dass wissen halt nur die Wenigsten. Nach den Gipfelfotos mit der Büste des Nationalhelden Juan Pablo Duarte dann der lange Abstieg ins Tal, insgesamt sind heute 28 km Wegstrecke zu bewältigen. Zusammen mit einer Höhenmeterleistung von 1050 Hm Aufstieg und 2350 Hm Abstieg sicher ein anspruchsvolles Tagespensum! Endlich erreichen wir gegen 17.30 unseren Ausgangspunkt am Nationalparkeingang, wo nach diesen Erlebnissen und Strapazen meist gerne ein kühlen Bier beim Dorf-Colmado getrunken wird!
Teilnehmer: Thekla und Peter aus Bayern, Richard ein Wahlcubaner, Rafelito – Ortsguide und Maultierführer aus La Cienega und Rudi Baumer von der Rancho Cascada – Veranstalter von Trekking-, Bike- und Kanutouren in der dominikanischen Republik.
Am 12.10.2009 haben wir, bei schönstem Bergsteigerwetter, den mit 3143m höchsten Berg Vietnams erfolgreich bestiegen. Nach dem Besuch der verschiedenen Minderheiten der Black H’mong und der Red Dzao starteten wir unsere interessante 3 Tagestour vom Bergdorf Sa Pa im Norden des Landes nahe der chinesischen Grenze. Vorbei an Reisfeldterassen und kleinen Bergdörfern ging es über schlammige Pfade, etliche Wurzeln und Felsabbrüche in Richtung Gipfel. Nach einer Nacht im improvisierten Feldlager standen wir am darauffolgenden Tag auf dem grünen Gipfel des Mt. Fansipan. Schön war es das wir nach der kurzen aber intensiven Bergtour, eine Botschaft gegen AIDS setzen konnten. Berg heil & xin chao! mason
Das Gipfelkreuz des Punta la Marmora in 1834m Höhe war das Ziel der drei erfolgreichen Bergsteiger um Jürgen Ohr. Am 30. Dezember hissten sie für die waae ihre Gipfelfahne.
Ausführlicher Bericht mit Bildern hier!
Ich war der Meinung, das die Besteigung des höchsten Berges von Malta, immerhin 253 m hoch, an einem besonderen Tag stattfinden sollte. Darum habe ich den Unabhängigkeitstag von Malta gewählt, 21.09.09. es wäre ein Leichtes gewesen, den Berg auch mit dem Bus zu besteigen, die Haltestelle ist direkt unterhalb des Gipfels, aber ich habe daraus eine Wanderung von 12 km oder so gemacht. der Gipfel selber ist nicht zu erreichen, da eben dort die Radarstation der Armee steht. das Bild enstand mit Hilfe zweier Malteser, die mich ca 150 m neben der Station fotografiert haben, nachdem ich denen den Sinn und Zweck der Fahne erklärt hatte.
Von all den Reisen, die wir schon gemacht haben, war das wohl diejenige, bei der schöne, herzliche Eindrücke auf der einen Seite und Horrorerlebnisse andererseits ganz nah beeinander waren. Es wird einige Zeit benötigen, diese Reise zu verdauen. - aber ihr bekommt wieder einen ausführlichen Bericht - wie versprochen.
Die Befürchtungen bezüglich der Zukunft Guineas scheinen sich schneller zu bestätigen als erwartet und deshalb glaube ich, dass wir auf absehbare Zeit (Jahre) die letzten Touristen in diesem so schönen Land waren und dass dies die vielleicht letzte Chance war, den Mt. Nimba zu erreichen. Wir habe gleich zu Beginn 4 Tage in Conakry festgesessen, um die Genehmigung zum Fotografieren zu bekommen (Stempel von 4 Ministerien waren dazu notwendig). Bei den Genehmigungen für das Auto sah es noch düsterer aus. Dadurch hat sich gleich zu Beginn unser gesamter Zeitplan und damit alles, was vorher auch an Treffen und (noch viel existentieller) an sicherheitshalber gestückelten Geldüberweisungsterminen und -orten abgemacht war in Schall und Rauch aufgelöst. Gleich in der ersten Woche war alles da, "was das Herz begehrt": Festnahme wegen Fotografieren, Loskaufen, unendlich viele Militär-, Miliz-, Gendarmerie-, Polizei- usw. -kontrollen, mehr oder weniger offene Korruption, Behördenwillkür und eine nächtliche Geisterhauptstadt Conakry (kein Strom, Feuer als Beleuchtung in den Straßen und betrunkene Soldaten...). In ganz Conakry haben wir keinen weiteren Weißen getroffen und waren am Ende froh, aus Deutschland und nicht aus Frankreich zu kommen - das hat die Probleme abgemildert. Das Ende vom Lied war, dass wir schon am Ende der ersten Woche - wir waren inzwischen in der Nähe der Nimbaberge angekommen - kein Geld mehr hatten, 3 Tage so gut wie nichts mehr gegessen hatten, durch die unzählig geforderten Genehmigungsunterschriften auch vor Ort viel zu spät am Berg waren, mit leeren Magen einen Geschwindigkeits-Gewaltaufstieg auf den Mt. Nimba versucht haben, unsere Führer ihr Trinkwasser vergessen hatten, wir unseres mit ihnen geteilt haben, so dass es am Ende für alle nicht gereicht hat und wir nach einem 3-Stunden-Gewaltritt für die ersten 1100 Höhenmeter auf allen Vieren durch den unteren extrem dichten, feuchten und steilen Dschungelteil 200 Höhenmeter vor dem Gipfel zusammengebrochen sind und uns wegen der bevorstehenden Dunkelheit aus Sicherheitsgründen auf den Rückweg machen mussten. Im Dunkeln auf vermodernden Baumstäämen über die Flüsse zu balancieren wäre viel zu gefährlich gewesen. Das tragische an der ganzen Angelegenheit war, dass der restliche Weg zum Gipfel soooo leicht war und nur noch 1 Stunde gedauert hätte. Dazu kam, dass all die mühselig zusammengetragenen Unterschriften (die alle wiederum inoffiziell Geld gekostet hatten) nur für diesen einen Tag galten und bei einem zweiten Versuch wäre das ganze Spiel von vorn losgegangen und damit wären auch die restlichen Berge in Gefahr geraten. Aber zu diesem Zeitpunkt wäre es auch am nicht mehr vorhandenen Geld gescheitert.
Verglichen mit Guinea war Liberia relaxt (aber auch nur im Vergleich...). Das Wologisigebirge für den Mt. Wuteve war am schwierigsten von den 3 Bergen zu finden (keine Karten, Wege, die die Grenzen des 4x4-Autos und des Fahrers ausgelotet haben und extrem auseinanderklaffende Informationen - von 10 Tagen bis 2 Stunden haben die prgnostizierten Aufstiegszeiten lt. der Einheimischen variiert). Welcher der vielen Dschungelgipfel der richtige war - darüber war man sich dann auch nicht einig. Wieder haben sich die Verhndlungen mit den Villagechiefs, die man nicht umgehen kann, über Stunden erstreckt, so dass wir wieder erst viel zu spät los konnten. Wieder fast senkrechte Dschungelhänge, Flüsse, Lianen und Dornen... aber wir haben auf dem Gipfel gestanden.
Ganz sicher haben wir in Rekordzeit aber den Gipfel des Mt. Bintumani in Sierra Leone erreicht. Das ist dann auch der höchste der drei Gipfel. Obwohl wir den auch schon fast aufgegeben hatten, da an den trockenen Gipfelhängen im oberen Gipfelbereich riesige Buschfeuer den Berg umzingelt hatten und damit den Aufstieg versperrt haben. Nach einigen Suchen haben wir dann Stellen gefunden, an denen wir mit Luft anhalten, Kopf abdecken und Sprinttempo durchrennen konnten. Ihr könnt euch auf dramatische Bilder gefasst machen (im Bericht). Der Gipfel, der ganze Berg ist einer der schönsten, die ich / wir bisher erlebt haben. Die Gipfelfotos waren eine Herausforderung, da auf dem Gipfel solch ein Sturm herrschte, dass wir kaum auf den Füßen stehen konnten.
Während wir noch in Liberia waren, ist dann das passiert, was ich erst für die nächsten Jahre erwartet hätte - auf den Militärherrscher in Guinea ist ein Attentat verübt worden. Der Chef der eigenen Präsidentengarde hat ihn zwar schwer verletzt aber nicht getötet. Danach gab es in Conakry vereinzelt Feuergefechte zwischen den rivalisierenden Militärgruppierungen und uns hat es die Rückreise von Freetown nach Conakry zur Hölle gemacht. Je näher man Conakry kam, um so mehr Militärsperrgürtel mussten passiert werden. Das hat Zeit gekostet, am Ende sind wir im Halbstundentakt kontrolliert und nach Waffen durchsucht worden. Aber wenigstens waren die Soldaten nicht korrupt und haben kein Geld verlangt. das haben die unteren Chargen (Polizei- und Gendarmerie) übernommen... Es war wie im Film: Soldaten auf gepanzerten Fahrzeugen und Jeeps mit riesigen Sonnenbrillen, die mit Maschinengewehren auf den Fahrzeugen über die Straßen gerast sind...Auch der Flughafen war komplett abgeriegelt durch Militär - man hatte weitere Attentäter erwartet. Komischerweise hat sowohl Sabine als auch ich nicht das Gefühl gehabt, dass uns durch die Soldaten eine Gefahr droht. Obwohl - etwas mulmig war uns schon... Wir haben dann Riesenglück gehabt, dass wir unseren Flieger raus aus Guinea bekommen haben - Air France hatte in der Zwischenzeit wegen der Krise in Guinea und wegen der Tatsache, dass kaum noch jemand nach oder von Conakry fliegt den Flug geändert und ihn um 5 Stunden vorgezogen - und wir hatten das nicht erfahren. Ging ja auch nicht, da Internet praktisch nicht existent ist und das Telefon kaum bzw. in SL keinen Empfang hatte. Ausgerechnet an dem Tag hatte der Flieger 3 Stunden Verspätung. Nicht auszudenken, was - wenn nicht... Muss wohl doch daran liegen, dass ich an einem Sonntag geboren bin :-)
Stürmisch empfängt uns der Wind, als wir aus dem Kleinbus steigen. Bis zur Hütte am Fuße des Rysy sind es gut 8 Kilometer, rings umher schaukeln die Baumgipfel in den Böen. Es ist ein klarer, kalter Tag. Als wir die Hütte erreichen, dämmert es langsam. Beim Abendbrot sehen wir ein kleines Licht vom Berg absteigen, später sitzen wir zusammen mit einem polnischen Bergsteiger am Tisch. Er rät uns, wenn wir es auf den Gipfel schaffen wollen, früh los zu gehen und uns zu beeilen.
Die Wecker sind gestellt, doch die Wettervorhersagen sehen nicht gut aus und tatsächlich sind die Gipfel am nächsten Tag Wolkenverhangen, dazu fegen Fallböen mit Windstärke 6-7 das Wasser des Sees durch die Luft. Wir brechen also etwas später auf, gehen so hoch, wie die Wolken nach unten hin reichen und machen Fotos. Wir steigen ab und warten auch am nächsten Tag auf besseres Wetter. Meine Freundin, muss leider wieder zur Arbeit, sodass wir verabreden, dass ich, wenn nötig, noch zwei weitere Tage auf gutes Wetter warte und es noch einmal bis nach ganz oben versuche. Am 2.Dezember wache ich wie immer früh morgens auf und schaue nach dem Wetter. Erneut drücken Wolken die Stimmung und ich greife nach einem Buch. Gegen 9:15Uhr klart es dann plötzlich auf. Mit dem Gedanken, dass es zu spät ist, um es rechtzeitig zu schaffen, schnappe ich mir meinen gepackten Rucksack und eile los. Am Anfang muss man nur einen See umrunden, dann folgt ein kleinerer Aufstieg von etwas über 100hm, dann gilt es einen zweiten See zu umrunden. Auf der anderen Seite des Sees angekommen stoße ich auf die ersten Schneefelder, die schon bald eine geschlossene Schneedecke bilden. Ich ziehe meine Steigeisen an, der Schnee ist schön griffig und es geht rasch bergauf. Bald bin ich an dem Punkt vorbei, den wir vor ein paar Tagen erreicht haben. Man umgeht einen kleineren Berg, dann kann man in eine Schneerinne einsteigen, die fast bis zum Gipfel führt. Diese Rinne geht über 300 Höhenmeter und ist an manchen Stellen bis zu 50 Grad steil. Kurz vor dem Gipfel wird es ein bisschen ausgesetzt und ich rüttele die Ketten vom Schnee frei, die dort als Sicherung angebracht worden sind.
Nach zweieinhalb Stunden bin ich oben und kann eine grandiose Aussicht genießen. Die Täler liegen unter einer stabilen Wolkendecke und nur die Gipfel sind zu sehen. Schnell mache ich mit einer analogen Kamera ein paar Selbstportraits und hoffe, dass sie etwas werden. Dann geht es langsam wieder 1100 Höhenmeter bergab. Am ersten See treffe ich zwei polnische Studenten, die auf einem Nebengipfel unterwegs waren. Wir machen noch ein paar Fotos von der Fahne und wandern gemeinsam weiter. Kurz vor 15Uhr erreichen wir die Hütte am Morskie Oko und trinken zufrieden mit unserem Tag einen Tee.
Wir sind froh, ein weiteres Zeichen für mehr Aufmerksamkeit im Kampf gegen Aids gesetzt zu haben und wünschen allen weiteren „Fahnenträgern“ gutes Wetter bei ihrer Besteigung.
Manja Graaf und Gustav Subklew aus Greifswald
Am 16.11.09 war Telfor Bedeau mit der "world aids awareness expedition“ Fahne auf dem höchsten Punkt Grenada unterwegs. Der rüstige 70jährige ist nicht nur Grenadas bekanntester Wanderer, sondern auch ein großer Fan der europäischen Literatur. Er liest gerade Boccaccio. Nach eigener Eingabe ist er bis jetzt etwa 13.000 Miles gewandert und mindestens genauso viel in Begleitung von Touristen. Zu seinen 48. und 58 Geburtstage baute er sich jeweils ein Boot und ruderte 31,5 Stunden um die Insel. Ein Multitalent! Auch sein Haus entwarf und baute er mit seinen eigenen Händen. Die Fahne und die dadurch transportierte Botschaft der „world aids awareness expedition“ konnte seiner Meinung nach nicht in besseren Händen sein. Wir freuen uns auf die schönen Bilder aus Grenada.
Sia Bredow hat sich aus Südkorea mit einem Erfolg zum Hallasan gemeldet. Wir sind gespannt auf Ihren Bericht, der in Kürze folgen wird.
Unseren Aufstieg auf den Mount Fuji begann am Sengen Jinja-Schrein, ein alter Shinto-schrein am Fuße des Mt. Fuji. Dieser Schrein markiert den Beginn des traditionellen Pilgerwegs auf den Mount Fuji.
Nach einem angenehmen Spaziergang durch das Vorgebirge des Fuji, begannen wir an Höhe zu gewinnen und kamen auf dem Punkt der Strecke, den man 'Umagaeshi' nennt.
„Umagaeshi“ bedeutet so viel wie die „ Rückführung der Pferde“, der Ort trägt diesen Namen, weil damals genau an diesem Punkt die Bergsteiger von ihren Pferden steigen sollten um dann den restlichen Weg zum Gipfel zu Fuß zu gehen.
Da Pferde in Japan nicht mehr als Transportmittel eingesetzt werden, steht Umagaeshi Heutzutage für den Punkt auf dem Mt. Fuji Treck an dem man beginnt zu schwitzen.
Angekommen an der Seikan-Sou Hütte, die auf halbem Weg zum Gipfel liegt, legten wir einen Stopp für die Nacht ein. Sagte ich einen Stopp für die Nacht? Stimmt nicht so ganz. Denn in Wirklichkeit aßen wir dort Abend und ging recht früh zu Bett damit wir unsere Reise pünktlich um Mitternacht fortführen könnten. Wir wollten ja den wunderschönen Sonnenaufgang vom Gipfel aus genießen.
Ab Mitternacht am 7. September bis etwa 5 Uhr morgen am folgenden Tag, stiegen wir in der Dunkelheit auf den Mount Fuji.
Die 5. Station des Berges (Der Mt. Fuji ist in Zehn Stationen geteilt, die den Fortschritt zum Gipfel nachzeichnen sollen) liegt an der Baumgrenze und ab diesem Punkt ist die Landschaft vom Vulkangestein geprägt.
Es gab also keine Bäume, die uns die Sicht auf den Gipfel versperrten. Wir konnten die Lichtspur der vielen Lampen auf den Berghütten, die uns zum Gipfel führten, folgen.
Nach einem stundenlangen Aufstieg in Dunkelheit, nur mit dem Licht der Scheinwerfer, erreichten wird endlich den Gipfel des Mt Fujis.
Der Mt. Fuji ist ein heiliger Berg in der japanischen Tradition, und der Gipfel selbst ein Heiligtum.
Jetzt trennt uns nur ein schönes Tor das „ Torii“ von den letzten Metern zum Gipfel. Wir gingen durch das Tor als die ersten Lichtstrahlen durch die trüben Wolken dringten.
Wir erreichten den höchsten Punkt Japans und konnten gleichzeitig einen glänzenden Sonnenaufgang durch die nächtlichen Wolken genießen.
Auf unsere Expedition, erreichten wir unser Ziel. Wir hoffen, wir konnten mit der Herausforderung gut umgehen. Die Besteigung des Mt Fujis mit der „world aids awareness expedition“ Flagge, gab uns die einmalige Gelegenheit, die Menschheit daran zu erinnern, wie schwierig es ist ein Leben auf die meistens unerwartet auftretende Herausforderung mit dem HI-Virus zu leben, anzupassen.
Unsere Gedanken galten den von Menschen, die diese Herausforderung zu meistern haben, als wir die Fahne auf den Gipfel des Mt. Fujis brachten.
Annamarie Ruelle
Dieses Foto wurde auf dem Gipfel des Dahr El Qadib (3000m) gemacht. Der liegt 2 km entfernt vom zweithöchsten Berg im Nahen Osten, dem Znanir (3071m) und 5 km entfernt vom Qornet El Sawda (3083m), dem höchsten Berg im Libanon. Qornet El Sawda kann zwischen Juni und Ende Oktober, entweder mit einem Geländewagen oder einer 3 stündigen Wanderung erreicht werden. Während der Ski-Saison (Mitte Dezember bis Mitte April) kommt man auf den Qornet El Sawda mit der Seilbahn bis zu 2870 m, dann mit einem Skilanglauf von ca. 7 km. Mitte November 2009 versuchten wir den Gipfel des Qornet El Sawda zu erreichen. Die Temperaturen erreichten damals -10 Grad bei sehr starkem Wind, so dass wir die Expedition abbrechen müssten und auf den nah liegenden Dahr El Qadib ausweichen mussten.
Vielen Dank für eure Unterstützung und dafür, dass ihr unserem kleinen Land Libanon Aufmerksamkeit geschenkt habt. www.mount-lebanon.com
Phoenicia
Mount Lebanon Team
Der Mt. Heha, der höchste Berg Burundis ist zwar 2670m hoch, aber eigentlich nur ein mit Föhrenwald bewachsener Hügel. Ihn zu erklimmen ist eher ein Nachmittagsspaziergang. Die Herausforderung ist rein logistischer Natur, da von der Bergstraße aus zwar eine 16km lange Piste hinführt aber es keine öffentlichen Transportmöglichkeiten gibt.
Beim Hinweg hatte ich Glück da ich von einem Pickup ca.5-6km mitgenommen wurde der für eine Teeplantage arbeitet. Das ganze Gebiet im Hochland Burundis ist im Prinzip Kulturland, bewirtschaftet mit Teefeldern und privatem Agrarland.
Den restlichen Weg bin ich gelaufen.
Die letzte Stunde bis zum `Gipfel` wurde ich von einem Polizisten begleitet welcher dort in der letzten Ortschaft seinen Dienst tut und sehr erfreut war über diese Abwechslung.
Der Gipfel als solches war schwer auszumachen da er ein dicht mit Föhren und anderen Nadelhölzern bewachsenes Plateau darstellt.
Wir suchten uns also eine etwas freie Stelle am vermeintlich höchsten Punkt und machten die Fotos.
Den Rückweg bin ich wieder gelaufen, diesmal ganz.
Ich hatte nur Sorge es nicht rechtzeitig zurück in die Hauptstadt Bujumbura zu schaffen da es auch in der Nähe der Bergstraße keine Übernachtungsmöglichkeiten gab und ich mit dem Bus gekommen war.
Ausserdem werden abends die Zufahrtsstrassen rund um Bujumbura bis Morgens 6:30 Uhr gesperrt. Es sind ca. alle 5km Soldaten stationiert was noch auf Unruhen vom letztem Jahr beruht. Das Land ist mittlerweile jedoch sicher und frei zu bereisen.
Ich war genau zum Einbruch der Dunkelheit um 19:00 Uhr zurueck und werde einen sehr positiven Eindruck von Burundi und seinen aufgeschlossenen und freundlichen Bewohnern mitnehmen.
Wie bereits während der cape2cape im Oktober letzten Jahres, erwies sich der Kebnekaise auch am 16.08. als äußerst widerspenstig, als es um seine Besteigung ging. Demnach war der zweite Versuch dann eine sehr gelungene Deutsch-Schwedische Staffel-Kooperation. Nun aber mal von Anfang an:
Kebnekaise Fjällstation, 16.08., 6.00 Uhr morgens. Das Wetter zeigt sich den drei Gipfelwilligen Stefan Lutz (aus Wolfsburg) und Peter und Birgitta Voss (aus Soest) von seiner schlechtesten Seite: Regen, Wind, Nebel. Alle in der Kebnekaise Fjällstation raten vom Versuch der Gipfelbesteigung am heutigen Tag ab. Problem: aufgrund beschränkter Urlaubszeit bleibt nur der 16.08. zur Besteigung. Heute muss es also klappen. Bereits im Oktober 2008 wehrte sich der Kebnekaise enorm gegen eine Besteigung und somit konnte im Rahmen der cape2cape durch Joachim Franz und sein Team keine Gipfelfahne gesetzt werden. Ein Versuch wäre damals lebensgefährlich gewesen. Heute scheint es zunächst auch unmöglich, den Berg zu bezwingen. Um aber nicht tatenlos auf der Fjällstation rumzusitzen, entscheiden sich die drei Bergsteiger, wenigstens eine Wanderung im Bereich des Bergfußes zu unternehmen – schließlich ist man ja einige tausend Kilometer gefahren, um hierher zu kommen. Gegen Mittag dann der Wetterumschwung: der Himmel reißt auf und ermuntert den Wolfsburger und die Soester Verwandtschaft, doch noch den Aufstieg zu wagen. Problem: da stecken den drei Wagemutigen bereist knapp 30 Kilometer Wanderung in den Knochen. Egal, hier gibt es eine Mission zu erfüllen, die Fahne muss auf den Gipfel! Um 12 Uhr beginnen sie über den Västra Läden den Aufstieg. Anfangs noch voller Tatendrang, trennt sich die Gruppe gegen 16.00 Uhr. Peter und Birgitta beschließen, den Rückweg anzutreten, während Stefan weiterhin den Gipfel ins Auge fasst. Etliche Bergsteiger waren heute bereits gescheitert und sprechen auf ihrem Rückweg Warnungen aus, dass weiter oben die Sicht immer schlechter und das Wetter immer ungnädiger sein würde. Immer noch kein Grund für Stefan, aufzugeben. Auf einer Passage bergab kurz vor dem Gipfel sieht er eine vierköpfige Gruppe, die sich bereits auf den letzten Höhenmetern zum obersten Punkt des Kebnekaise befinden. „Die einholen!“ ist sein erklärtes Ziel, denn allein ist es inzwischen doch recht gefährlich. Kurz vor der letzten Schutzhütte auf 1900m gelingt es ihm, aufzuschließen. Bei einer gemeinsamen Pause kommen sie ins Gespräch. Das Wetter wird immer schlechter, es fängt an zu schneien und die Sicht ist mies. „Geht ihr definitiv auf den Gipfel?“ fragt Stefan Lutz die vier jungen Schweden aus Karlstad. „Klar!“ lautet die Antwort. Nun beginnt die deutsch-schwedische Kooperation. Stefan Lutz, deutlich geschwächt von den bisherigen 40 Kilometern, entschließt sich, die Fahne auf den schwedischen Gipfel von vier Schweden bringen zu lassen. Er klärt sie über das Projekt, die dahinter steckende Motivation, die so erzielten Spenden für das Projekt Hope Cape Town und über den Initiator Joachim Franz auf. Sie sind begeistert und sofort steht fest: Kristofer Kingsvik, Kim Jern und die Brüder Markus und Martin Arnbjörnsson vollenden den Aufstieg und setzen ihre Landesflagge mit der Dunkelziffer der HIV Infizierten in Schweden. Bewaffnet mit der Fahne und der Kamera des Wolfsburgers, geht das schwedische Team weiter. Stefan Lutz beginnt derweil den Abstieg, guten Wissens, dass vier junge, engagierte Schweden die Gipfelfahne setzen werden. Anders als beim Besuch des Teams der cape2cape im Oktober 2008 zeigen sich die Schweden hier außerordentlich interessiert an der Thematik und gehen mit großer Motivation gen Gipfel. Um 17.30 Uhr weht die waae-Fahne auf 2111m, dem Gipfel des Kebnekaise. Abends um 21.30 Uhr dann das emotionale Wiedersehen auf der Fjällstation. Vielen Dank an alle, die sich hier so wunderbar engagiert haben!
Der Mt. Karisimbi, ein erloschener Vulkan ist ein Teil der Virunga Mountains und liegt im Volcano National Park. Die Virunga Berge sind gleichzeitig die Heimat der letzten Berggorillas und es ist nicht erlaubt dort alleine zu wandern. Da speziell der Karisimbi an der Grenze zum Ostkongo liegt, und dort seit 4 Jahren Buergerkrieg herrscht sind ausserdem Soldaten als Begleitschutz erforderlich.
Man faehrt bis zum Ausgangspunkt auf ca. 2200m, 35km mit dem Jeep.
Normalerweise dauert die Tour mindestens 2 Tage. Sie erzaehlten mir jedoch dass es einmal ein Militaerkommandant aus Belgien mit einem einheimischen Soldaten auf 10 Stunden bis zum Gipfel und zurueck machten. Ich sagte Ihnen dass ich das auch machen wollte, da dies genau mein Stil sei. Die Schwierigkeit war nur, keiner der Parkranger wollte sich das antun.
Letztendlich haben sie einen jungen, sprtlichen Kollegen angerufen, der es auch als persoenliche Herausforderung sah, und zusagte. Ich startete also morgens um 5 Uhr mit dem Auto, und um 6:06 Uhr mit Hope, meinem 25jaehrigem Guide, und vier Soldaten. Zwei weitere waren schon Tags zuvor vorausgegangen und campten auf 3700m um mit uns den Gipfel in Angriff zu nehmen.
Die Landschaft war einfach fantastisch, man geht durch dichtesten Regenwald, der eher einem Maerchenwald gleicht.
Der Pfad ist allerdings durchwegs matschig und teilweise hat man laengere Passagen durch mehr als knoecheltiefen Schlamm zu bewaeltigen. Ich hatte mehrfach zu kaempfen meine Schuhe nicht zu verlieren. Die Soldaten und Hope gingen mit grobstolligen Gummistiefeln, was bestimmt die bessere Wahl war.
Nach 3 Stunden erreichten wir die Campsite auf 3700m und machten 10min. Pause. Unsere `Security` wechselte und es ging durch solch ein Wurzel und Baumdickicht dass es teilweise richtige Kletterei war. Alles war nass und rutschig. Und es gab sehr viele Dornen und Brennesseln, welche etwas aggressiver waren als unsere in Deutschland.
Erst die letzte Stunde geht man frei am Hang den Kraterrand hinauf. Jetzt jedoch in dichte Wolken gehuellt und die Sicht nicht mehr als 5 Meter, und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Nach genau 5:30 Stunden erreichten wir den Gipfel auf 4507m.
Oben gibt es einen Antennenmast und viel Bauschutt. Jedoch keinen Stein oder Markierung als solches fuer den Gipfel. Wir hissten die Fahne der waae vor dem Stein am hoechsten Punkt, schossen ein paar Fotos und machten uns umgehend auf den Rueckweg. Leider ist es den Soldaten nicht erlaubt sich fotografieren zu lassen, somit gibt es kein Gruppenfoto. Unten im Lager rasteten wir erneut fuer 15min., unsere Soldaten loesten sich wieder ab und wir gingen durch bis zum Ausgangspunkt.
Exakt um 15:06 waren wir zurueck am Jeep und hatten somit genau 9 Stunden fuer 2300 Hoehenmeter hinauf und wieder hinunter gebraucht. Alle Beteiligten waren stolz auf ihre Leistungen, Hope wurde richtig gefeiert von seinen Kollegen und selbst die Dorfbewohner voller Anteilnahme an dieser `Expedition`.
Heinrich Geuther war mit seinem Mountainbike auf dem Balkan unterwegs. Sein Vorhaben: Die höchsten Berge von Serbien und den höchsten Gipfel des Kosovo zu besteigen. Einen sehr ausführlichen Bericht gibt es zum download inklusive Bilder. Eine Galerie gibt es bereits vorab. Viel Spaß beim Lesen der abenteuerlichen Berichte.
Heinrich Geuther hat erfolgreich auch den höchsten Berg des Kosovos bestiegen. Einen sehr ausführlichen Bericht gibt es hier zum download.
Die Bilder seiner abenteuerreichen Tour aber bereits vorab in einer Bildergalerie.
Josef Jaschke hat es mit seiner Reisegruppe geschafft den höchsten Gipfel von Armenien zu besteigen. Zusammen mit einer Wandergruppe des Schwarzwaldvereines wurde der Südgipfel erfolgreich bestiegen:
WAAE-Fahne auf dem Südgipfel des Aragatz in Armenien.
Ich war seit 1991 schon oft auf dem Südgipfel des Aragatz, dem höchsten Berg Armeniens. Manchmal zu zweit und einige Male mit kleineren Gruppen, die aus bergtauglichen Teilnehmern der von mir organisierten Studienreisen nach Armenien bestanden. Noch nie aber hatte ich eine so große Gruppe wie im September 2009 und eine Fahne im Rucksack, die beim Gipfelfoto eine entscheidende Rolle spielen sollte.
Für eine Wandergruppe des Schwarzwaldvereins, Sektion Pfalzgrafenweiler, hatte ich vom 21.8. – 5.9.09 eine Wanderreise nach Armenien organisiert. Im Verlauf der Reise hatten wir bereits eine Reihe von herrlichen und teils anspruchsvollen Wanderungen durchgeführt, z. B. zu den Petroglyphen (Steinritzungen) nach Ughtasar (3.500 m) und auf den Aralair (2.600 m). Als „Höhepunkt“ stand am 3.9.09, dem vorletzten Tag der Reise, der Südgipfel des Aragatz auf dem Programm.
Der Aragatz ist der höchste Berg des heutigen Armeniens. Er ist ein erloschener Vulkan, dessen Kraterwand 4 Gipfel zwischen 3.900 m und 4.100 m bildet. Am einfachsten zu besteigen ist der Südgipfel mit 3.902 m (laut GPS), auf dem auch das Gipfelkreuz steht. Im Jahr 2001 wurden in Armenien auf vielen Gipfeln Kreuze aufgestellt zum Gedenken daran, dass in Armenien das Christentum seit dem Jahr 301, also seit 1700 Jahren, Staatsreligion ist.
Von Eriwan aus sind wir mit dem Bus bis zum Kari Litsch (Kari-See) gefahren, der auf 3.200 m liegt. Bis dorthin führt eine schlechte Straße zu einer Forschungsstation armenischer Astrophysiker, direkt neben dem See gelegen.
Im Gegensatz zu meiner Besteigung im Juni 2009, als wir über den Grat aufsteigen mussten, weil die normale Aufstiegsroute noch unter tiefem Schnee lag, konnten wir diesmal die bequemere Route nehmen und mussten nur ein größeres Schneefeld umgehen. Markierungen gibt es natürlich nicht und man muß sich den besten Weg nach oben selber suchen.
Mit 23 Teilnehmern starteten wir um 10.20 Uhr vom Kari Litsch zum Gipfel. Zwar sind nur ca. 700 Höhenmeter zu bewältigen, aber zwischen 3.000 und 4.000 Metern braucht es dafür schon etwas Kondition und Ausdauer.
Da es in der Nacht zuvor Niederschläge gegeben hatte, war der Berg leicht verschneit. Wir hatten aber die Hoffnung, dass die Sonne den Schnee schnell wegschmelzen wird. Im unteren Teil ging es über sanft ansteigende Wiesen, die teilweise von einer dünnen Eisschicht bedeckt waren, aus der Frühlingsblumen (im September) herausragten. Das Wetter meinte es gut mit uns: der Aufstieg erfolgte im Sonnenschein, und erst am Ende unserer Gipfelrast verdeckten tiefhängende Wolkenschwaden die gegenüberliegende Kraterwand und später den ganzen Gipfel.
Wie bei allen Vulkankegeln wird der Hang immer steiler, je höher man kommt. Nach einigen Verschnauf- und Trinkpausen nahmen wir dann den letzten steilen Geröllhang in Angriff und standen um 12.40 Uhr auf dem Südgipfel. Für die 700 Höhenmeter hatten wir inklusive der Rastpausen nur 140 Minuten gebraucht – eine in dieser Höhe ansprechende Leistung für eine so große Gruppe.
Ich hatte die Teilnehmer der Gruppe erst im Bus kurz vor dem Aufstieg über die geplante WAAE-Aktion informiert. Ich glaubte, eine gewisse Skepsis und Zurückhaltung hinsichtlich dieser Aktion zu spüren. Nach ersten Fotos, die ich von mir mit der Fahne und dem Gipfelkreuz machen ließ und einem Gruppenfoto war der Bann gebrochen. Immer wieder gab es neue Gruppierungen, die sich einzeln oder mit anderen Teilnehmern mit der Fahne fotografieren lassen wollten.
Nach ausgiebiger Gipfelrast (es gab sogar armenischen Cognac!) begannen wir um 13.45 Uhr mit dem Abstieg. Nach 90 Minuten waren auch die letzten Nachzügler wieder wohlbehalten am Kari Litsch.
Die übereinstimmende Meinung der Teilnehmer: Die Besteigung des Aragatz und die WAAE-Aktion gehören zu den herausragenden und unvergesslichen Erlebnissen dieser Wanderreise.
Das Team von DIAMIR Erlebnisreisen hat auch den höchsten Berg von Russland in Angriff genommen und erfolgreich bestiegen. So wurde die Fahne der world aids awareness expedition erfolgreich auf dem 56433m hohen Gipfel gesetzt und fotografiert.
Island Gipfel, 13. August 2009 Alexa Lorenz
Island ist nicht erst durch die Finanzkrise und den Staatsbankrott in den Medien aufgetaucht. Schon vorher hörten wir bei der Wettervorgersage immer mal wieder vom „Island-Tief“. Demzufolge erwies sich auch der Rat eines Freundes, doch unbedingt die Regenjacke einzupacken, als sehr nützlich. Die ersten zwei meiner drei Wochen im August auf Island waren nämlich alles andere als sonnig. Kein Tag ohne Regen und immer wenn die Sichtweite mal mehr als 100 Meter betrug, konnte ich mich bereits glücklich wähnen. Bei dem Wetter jemand finden, der mich auf den höchsten Berg Islands führt? Der Gletscher Vatnajökull, der größer als das Saarland ist, und sein höchster Gipfel, der Hvannadalshnukur mit seinen 2119 Metern, ist alles andere als ein Spaziergang. Ich kann und will ihn natürlich nicht allein erklimmen, um unsere world aids awareness expeditions-Fahne zu hissen. Kay Dörnbrack aus Hamburg war allerdings auch schon aufgrund des Wetters gescheitert, als er sich im Mai auf den Weg machte, um die Gipfelbesteigung zu unternehmen.
Ein großes Fragezeichen also, wie auf unserer Fahne, denn auch Island hält keine offizielle Dunkelziffer an HIV-Infizierten bzw. Aidserkrankungen für uns bereit. Und dennoch: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nach dem größten Sturm- und Regenwetter des ganzen Sommers, mit der Evakuierungen vieler Reisenden aus den Bergen und einigen sehr nassen, für die Füße schmerzvoll langen Trekkingtagen, zeichnete sich ein Licht am Horizont ab: die Sonne.
Ein Anruf bei einer hiesigen Agentur und ja, eine Tour mit Bergführer könnte. Aber nicht zuviel der Freude, denn die schlechte Nachricht folgt zugleich: „Der höchste Gipfel? Nein, das bedarf jetzt sehr guter Eiskletterkompetenzen. Wir wissen nicht einmal ob zu so später Saisonzeit die Gletscherspalten überhaupt noch zu queren sind, denn die Schneebrücken sind leider weggetaut oder weggeregnet.“ Oh nein…
Ich entscheide mich dennoch für die Teilnahme an der Tour zum Hrutsfjalltindar (1875m), einem Berg direkt neben dem Höchsten. Ist nicht jeder Versuch, dem Gipfel nahe zu kommen, eine Möglichkeit, um ein weiteres Zeichen im Kampf gegen HIV/Aids zu setzen?! Und so mache ich mich mit den Bergführern Björgvin Hilmarsson und Sigurfdur Kristjansson sowie neun weiteren Bergsteigern am 13. August auf den Weg.
Und 4 Uhr klingelt der Wecker, 5 Uhr Start am Camp, 5minütige Fahrt mit dem Geländewagen zum Ausgangspunkt auf 100 Meter Höhe. Ok, also warten noch knackige 1800 Höhenmeter auf uns. Zwischen 11 und, naja: 15, 16 oder mehr Stunden dürfte der Tag dauern. Das Wetter war in den letzten Tagen sehr gut, heute morgen ist es leicht bewölkt. Wir hoffen, dass es so bleibt.
Das Gelände ist unwegsam. Sehr steil geht’s über loses Gestein. Nach zwei Stunden gibt uns ein Kamm freie Gipfelsicht. Nach ca. vier Stunden erreichen wir auf 1100 Meter den Gletscherrand, die Gletscherzungen liegen weit unter uns zu beiden Seiten in den Tälern. Wir starten in zwei Seilschaften. Und das unglaubliche passiert: Exakt zum Start am Gletscher ziehen Wolken auf und wir schleppen uns mit Sichtweiten um 50 Meter voran. Zum Glück pfeift uns der Wind nur leicht ums Gesicht . . .
Um 13 Uhr erreichen wir den Gipfel. Die letzte Stunde war es richtig ungemütlich kalt. Keiner hat großartig Lust hier zu verweilen. Zwei, drei Fotos und zügig geht’s bergab. Was bergauf drei Stunden dauerte, erledigen wir nun in einer. Der steinig steile Abstieg fordert am Ende allerdings vor allem unseren Knien das Letzte ab. Punkt 17 Uhr sind wir zurück. 12 Stunden Anstrengung liegen hinter uns, die meisten wollen nur noch eines: sich hinlegen und schlafen.
Es war ein harter Marsch, um das Banner der world aids awareness expedition zu hissen. Das Interesse war groß, zumindest bei den Bergführern und den vornehmlich französischen Teilnehmern, die mich auf dem ganzen Weg zu unserer Arbeit befragten. Und wir alle waren uns einig: Selbst wenn es tatsächlich nur wenige Betroffene auf Island geben sollte, dann waren auch sie alle Anstrengungen wert.
Brigitte und Stefan melden sich mit guten Neuigkeiten aus Irland:
Wir sind nun seit zwei Wochen in Irland und warten auf gutes Wetter, um den Carrantuohill zu besteigen. In Irland hatten und haben sie den schlechtesten Sommer seit Beginn von Wetteraufzeichnungen. Es regnete ununterbrochen in Strömen, tja, bis gestern eben.
Morgens keine Wolke am Himmel, also zogen wir uns schnell die Bergschuhe an und rannten rauf auf den Berg, bevor es sich der irische Wettergott nochmals anders überlegt.
Ausführlicher Bericht:
Nachdem wir uns beim B&B Betreiber, einem passionierten Bergsteiger, einige Tage zuvor nach der besten Route auf den Carrantuohill erkundigt haben, zogen wir am 10.September bei strahlendem Sonnenschein von Cronin`s Yard los. Die zahlreichen Gedenktafeln an der Hütte des Kerry Mountain Rescue Teams ermahnten uns, trotz der "nur" 1041m Höhe, zur Vorsicht. Durch Hag`s Glen führt der Weg zunächst leicht ansteigend bis kurz vor die Seen Lough Callee und Lough Gouragh. Über die Brother O`Shea Route ging der jetzt steile Pfad über Eagle`s Nest, vorbei an einem Wasserfall, hin zu einem wunderbar einsamen Bergsee. Nach dem steilen Anstieg durch Brother O`Sheas Gully öffnet sich der Blick auf die weiteren Bergketten hinter dem Carrantouhill. Von dort steigen wir die letzten 100 Höhenmeter am felsigen Kamm entlang und stehen bald auf dem höhsten Berg Irlands. Dort hissen wir die WAAE- Flagge mit der Zahl 7700 und kommen darüber selbstverständlich mit einigen Iren, die am heutigen Tag ebenfalls auf ihrem Berg stehen, ins Gespräch. Wie bereits in vielen Diskussionen vorher festgestellt, finden die Iren das Engagement der World Aids Awareness Expedition äusserst notwendig und gut.
Nach einer ausgiebigen Rast, vielen Bildern und netten Gesprächen auf dem Gipfel stiegen wir über Devil`s Ladder ab und waren am Abend wieder am Cronin`s Yard, unserem Ausgangspunkt.
Wir freuen uns die Botschaft gegen Aids "Der Gipfel ist erreicht" nach Irland getragen zu haben.
Mit den besten Grüssen aus Ravensburg
Brigitte und Stefan
Den Howerla (2.061m) haben am 15. August 2009 bestiegen: Steffen Müller und Mathias Kolta
DIAMIR Erlebnisreisen hat auch den höchsten Berg des Irans erfolgreich mit einer Gruppe bestiegen und die world aids awareness expedition Fahne gesetzt. Ein ausführlicher Bericht folgt.
DIAMIR Erlebnisreisen hat den höchsten Berg der Türkei, den Ararat mit der Fahne der world aids awareness expedition erfolgreich bestiegen. Ein ausführlicher Bericht folgt.
Ein Mildura Abenteuer Team ist vor kurzem erfolgreich von einer Expedition, bei der der sechs Bergsteiger den Gipfel de Mt. Tabwemasana , den höchsten Berg des Archipels Vanuatu bestiegen haben, zurückgekehrt
Mit der erfolgreichen Besteigung ist das Team die erste Gruppe eine westlichen Staates, die 2009 den Gipfel bestiegen hat. Insgesamt haben es erst 200 Menschen überhaupt auf den Gipfel geschafft. Das Team wurde von Mark Wilgar angeführt und bestand aus Will Hudson, Debra Carter, Josie Bowes, Courtney Bailey and den aus Sydney stammenden Chris Raywood.
„Mit den Massen, die jedes Jahr den Mt. Everest auf- und absteigen, wurde unsere Erfahrung doch zu etwas besonderen. Ganz abgesehen von der Herausforderung die uns während dem Aufstieg erwarteten. Für große Berge benötigt man immer ein Stück Glück. Es gab gutes Wetter und das super Team von einheimischen Guides hat mit ihren Macheten einen ordentlichen Pfad durch den dichten Dschungel gehauen. Ohne deren Unterstützung hätten wir keine Chance gehabt es auf den Gipfel zu schaffen”, erklärt Mark Milgar. Das Mildura Team hat mit den Vorbereitungen für die Besteigung bereits vor einigen Monaten begonnen. So wurden regelmäßige Trainings-Wanderungen mit schwerem Gepäck durchgeführt. Dennoch meint Wilgar, dass sich das Team nicht auf die erlebten Herausforderungen auf Vanuatu hätte vorbereiten können. „Wir haben einige Aufstiege geübt, aber in einer Flachen Region wie Mallee und dem wenigen Wissen über Mt. Tabwemasana, konnten wir uns nicht gezielter vorbereiten. Es gab sehr wenige Informationen über den Weg der Besteigung, doch ist es uns gelungen jemanden in den USA ausfindig zu machen, der letztes Jahr auf dem Gipfel stand und uns wichtige Details erklären konnte.“ Die Gruppe flog von Melbourne und Sydneynach Mildura und Espiritu Santo auf Vanuatu. Danach folgte eine Off-Road fahrt in den Westen der Insel. Von dort ging es in einem Boot auf eine langsame Reise entlang der westlichen Küste in das verschlafene Dorf Kerepua. Für Wilgar war eine der größten Herausforderungen nicht die Besteigung des Berges, sondern erstmal an den Ausgangspunkt zu gelangen: Harte Geländefahrten, Ozeanüberquerungen und zahlreiche Flussquerungen kamen vor der Besteigung.
Während der nächsten Tage mussten sich die Teammitglieder immer wieder psychisch und physisch fordern und als Team funktionieren um den Berg erfolgreich zu absolvieren. „ Es gab nie eine Überlegung umzukehren, aber das gefährliche Gelände, der enge Zeitplan und das unsichere Wetter in den Bergen gaben uns keine absolute Sicherheit es auf den Gipfel zu schaffen. Wir alle hatten Augenblicke der Erschöpfung, aber unsere einheimischen Bergführer waren eine große Hilfe. Sie trugen die schwersten Gepäckstücke als es den Mitgliedern der Gruppe schlecht ging. Ihre Hilfe war wirklich großartig,” beschreibt Wilgar die Strapazen.
An Gepäck mussten wir Zelte, Kochgeschirr und genügend Proviant mitnehmen. Wir haben uns seine Liste gemacht, um mindestens sechs Tage unabhängig zu sein und im Dschungel zu überleben. Glücklicherweise konnten auch die Einheimischen immer Helfen, wenn es um das Suchen von Essen in den ihnen bekannten Bergregionen geht.Die Bergführer haben uns einen Pfad durch den Dschungel gebahnt und vor allem durch das hohe Gras mit ihren Macheten einen Pfad geschlagen. Trotzdem sahen wir wie die Schweine aus. Eines unserer Mitglieder wurde von Wespen gestochen, als unser Führer ein Wespennest unachtsam zerschlug. Der härteste und gefährlichste Abschnitt sollte jedoch erst noch kommen. Quasi vom Meeresspiegel mussten wir auf 6000 Fuß steigen, in einem unwegsamen und gefährlichen Gelände mit einer schwierigen Kammlinie. Fast haben wir sogar einen unserer Führer verloren, als dieser eine Spalte im Berg übersah. Manchmal hangelten wir uns an Baumwurzeln entlang, ein wahrhaftiges Abenteuer. Alle von uns hatten Probleme und ich glaube nicht jeder würde diesen Aufstieg ein zweites Mal machen. Mit etwas Glück und einer guten Teammoral haben wir die Nächte mit wenig Schlaf und die Tage mit hartem Bergsteigen überstanden. Die Gefahren waren viel größer als wir erwartet hatten, doch der Blick über die Wolken, als wir am Gipfel standen machte all dies für einen Moment vergessen.
Als wir uns dem Gipfel nährten musste noch eine verwitterte, glitschige Passage auf einem Kamm bewältigt werden. Nur Grassbüschel und einige Wurzeln gaben uns Halt. Keiner wollte so richtig nach unten Blicken, ging es doch gut 2000 Fuß nach unten. Es war zwar ein großartiger finaler Test und das Erreichen des Gipfels löste ein riesiges Gipfelgefühl aus aber der Rückweg musste uns auch noch über diese schwierige Passage gelingen.
Lesen Sie mehr von Mark Wilgar’s Abenteuern auf www.runningwateradventures.com.au
Gipfel erreicht – Flagge gezeigt
Erfolgreicher Abschluss der waae-Expedition des USV Erfurt nach Rumänien und Bulgarien
Zeichen setzen auf dem Balkan: das Ziel haben die elf Sportler des USV Erfurt mit ihrer Expedition im Rahmen der "7. world aids awareness expedition" (waae) nachhaltig erreicht. Neben der Erfüllung der sportlichen Herausforderung – dem Aufstieg auf den 2.925 Meter hohen Musala im Rila-Gebirge und den 2.544 Meter hohen Moldoveanu in den Karpaten – hat das Expeditionsteam des Erfurter Universitätssportvereins unter Führung seines Vorsitzenden Jens Panse große Aufmerksamkeit für das Thema HIV/ AIDS in den besuchten Ländern und in Thüringen erzielt.
Am 2. August war die Gruppe zu der rund 5000 Kilometer langen Tour auf den Balkan aufgebrochen. Allein die Anreise in das 1500 Kilometer entfernte Sibiu (Hermannstadt) dauerte rund 23 Stunden. Auf einer Pressekonferenz in der Kulturstadt Europa 2007 informierten die Sportler vor allem die sehr interessierten deutschsprachigen Medien vor Ort über das Anliegen der Expedition. Im Anschluss gab es ein Gespräch mit dem Mediziner Dr. Peter László-Herbert vom Karpatenverein Klausenburg und Stadtratsmitglied Raimar Wagner vom Deutschen Forum in Hermannstadt. „Sibiu hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung erlebt und präsentiert sich heute als moderne Region mit eigenem Flughafen und nahezu Vollbeschäftigung“, berichtet Expeditionsleiter Jens Panse. Man könne den Verantwortlichen vor Ort Glauben schenken, dass das Thema HIV-Infektionen hier eine geringe Rolle spiele. Für 2008 vermeldete UNAIDS zwei registrierte Fälle in der Region. Zweifel hätten die Expeditionsteilnehmer aber dennoch an der offiziellen Zahl von insgesamt 9.700 registrierten Infektionen in Rumänien. In rückständigen Regionen wie dem Donaudelta, dürfte die Dunkelziffer erheblich höher sein, vermutet Panse. Das Team müsse deshalb an dem Fragezeichen auf der Expeditionsfahne festhalten. Diese wurde am 4. August erfolgreich auf dem Moldoveanu gehisst, wobei sich der Aufstieg als deutlich anspruchsvoller als zunächst erwartet erwies. Wegen der fehlenden Infrastruktur – es gibt kaum Schutzhütten und keinerlei Versorgung in den Karpaten – entschloss sich das Team für einen Auf- und Abstieg an nur einem Tag. Der 6-stündige Aufstieg verlangte den Ausdauersportlern auch Kletterfähigkeiten ab. Beim Abstieg kam ein Teil des Teams noch in ein schweres Gewitter mit Hagel, erreichte aber glücklich wieder die Hütte der Bergwacht im Sambatatal.
Am 6. August kam das Expeditionsteam in Sofia an, wo am folgenden Tag im Pressezentrum eine vielbeachtete Pressekonferenz stattfand. „Der Gipfel der HIV-Infektionen weltweit muss erreicht sein“, betonte Expeditionsleiter Panse. In den nächsten Jahren müsse man die Krankheit eindämmen. Der stellvertretende Direktor des Nationalen Zentrums für Infektionskrankheiten in Sofia, Prof. Dr. Hristo Taskov, sagte dabei, es sei ungeheuer wichtig, dass die Zahl von 3.900 auf dem höchsten Gipfel in Bulgarien stehen werde, damit man alle Menschen erreichen könne. Mit offiziell 1.030 HIV-Infizierten sei Bulgarien eines der Länder mit den niedrigsten Zahlen. Man gehe aber davon aus, dass die reale Zahl fast viermal so hoch sei. Das Land verfüge über gute Programme und alle medizinischen Möglichkeiten, den Betroffenen zu helfen. Die Aktion der Erfurter Sportler lobte er als ein „sehr gutes Beispiel, wie die Gesellschaft mit HIV und AIDS umgehen sollte“. Bulgarisches Fernsehen, die Deutsche Welle, Nachrichtenagenturen und nationale Zeitungen berichteten über das Expeditionsanliegen.
Von dem zwei Fahrstunden von der Hauptstadt entfernten Wintersportzentrum Borowec aus brachen die 11 Erfurter Sportler in den Morgenstunden des 9. August zum 2.925 hohen Gipfel Musala im Rila-Gebirge auf. Gegen Mittag wurde die Fahne auf dem Dach der Wetterstation gehisst. „Mission erfüllt“ meldete MDR 1-Reporter Veit Malolepsy, der zum erfolgreichen Gipfelteam gehörte, in die thüringische Heimat. Jens Panse zeigte sich abschließend sehr zufrieden mit dem Verlauf und der Resonanz auf die Expedition. „Es ist uns gelungen, die Problematik stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken“. Man dürfe im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit nicht nachlassen und die Betroffenen nicht ausgrenzen. „Die Thüringer haben mit den Sportlern in aller Welt zum Erfolg der ‚7. world aids awareness expedition’ beigetragen“, sagte er nicht ohne Stolz in Erfurt. Er dankte den beteiligten Sponsoren Volkswagen Nutzfahrzeuge, dem Thüringer Justizministerium und der Firma degere Eisenach, die mit ihrer Unterstützung wesentlich zum Gelingen des Porjektes beigetragen haben.
Anbei Fotos von der Expedition (Bildautor Oliver Popp).
Hier noch ein weiterer Bericht vom Teammitglied Oliver Popp.
Der höchste Berg der Republik Moldau ist der Dealul Balanesti, besser gesagt ist er eigentlich kein wirklicher Berg sondern vielmehr ein 430 Meter hoher Hügel. Moldova ist ein Agrarstaat und selbst vor der höchsten Erhebung machen die Maisfelder keinen Halt.
Bei der „Besteigung“ wurden wir tatkräftig von der in Chisinau, der Hauptstadt Moldovas, ansässigen Organisation „Aids Foundation East West“ unterstützt. Als wir ihnen von der „World Aids Awareness Expedition“ erzählten, waren sie begeistert und sagten uns spontan ihre Unterstützung zu ... Und das war dringend nötig!
Der Balanesti ist nicht wirklich ein markanter Punkt, vielmehr unterscheidet er sich nur unwesentlich von den um das gleichnamige Dorf „Balanesti“ hunderten anderen Hügeln.
Somit verbrachten wir einen halben Tag mit der Suche nach der tatsächlich höchsten Erhebung des Landes. Wir fragten oft nach dem Weg, doch wurden wir immer auf das Dorf „Balanesti“ verwiesen zumal der „Berg“ und seine Bedeutung bei den Menschen so nicht existiert.
Eine Dorfbewohnerin namens Marina leitete uns freundlicherweise in vollem Galopp mit ihrem Pferd durch das Labyrinth der durch Pferdekarren zerfurchten Pfade zu dem Gipfel des „Balanesti“.
Oben angekommen trafen wir auf Constantin, der einsame Wachmann einer Antennenstation, den wir ebenfalls einluden, Teil der Expedition zu sein.
Der Gipfel war erreicht, die Flagge der „world aids awareness expedition“ wehte für einige Minuten auf Moldovas höchstem Punkt.
Den Balanesti haben bestiegen: Mathias, Steffen, Andrei, Ecaterina, Radu, Jonny und der Wachmann Constantin, der allerdings jeden Tag dort oben ist.
Die „Aids Foundation East West“ klärt Menschen über das Thema HIV auf. Sie unterhalten neben dem Standort Republik Moldau, Büros in der Ukraine, Rußland, Weissrußland, Estland, Lettland ... mehr Informationen unter: www.afew.org
Anmerkung zur korrekten Bezeichnung des Landes:
Der offizielle Name in Deutschland lautet „Republik Moldau“ – In der Umgangssprache nennen wir das Land oft fälschlicherweise „Moldawien“. Zunehmend gebräuchlich ist die, wie im englischen, Bezeichnung „Moldova“.
Bericht Expedition Tunesien 15. 07. 09 von Detlef Kern
Zusammen mit Martina Hanus, habe ich bereits die Besteigung des Grauspitz in Lichtenstein im Rahmen der world aids awareness expedition durchgeführt. Dieses Mal sollte es uns nach Tunesien verschlagen, um ein Zeichen im Kampf gegen AIDS zu setzen.
Unser Flug ging am 12 .07.09, 22.55 Uhr ab Hannover. Unsere lieben Freunde, Harald Langemann, der auch schon beim Grauspitz dabei gewesen ist, Bianca und Frank verabschiedeten uns mit einem Glas Sekt bevor es in den Flieger ging.
Am nächsten Tag haben wir uns am Nachmittag mit der Reiseleitung getroffen um über unser Vorhaben uns zu unterhalten und für den Mittwoch ein Auto zu mieten.
Mittwoch 08.30h der Mann von der Autovermietung ist da und weist mich in den Renault ein. Im Auto ist es schon extrem heiß, aber der nette Autovermieter versichert uns, dass wir eine gute Klimaanlage an Board haben.
Kurz danach starten wir, halten aber noch einmal an der Tankstelle um unseren „Expeditions-Wagen“ voll zu tanken. Wie wir später feststellen hätte das nicht unbedingt sein brauchen, denn auf den nun folgenden 200 km gibt es genügend freie Tankstellen die ihren Sprit oft für die Hälfte verkaufen.
Wir fahren also gen Westen. Die nächst größere Stadt ist Kairojan in der sehr viele Umleitungen und Einbahnstraßen sind, naja ich bin durch Ostafrika gefahren und so schnell bringt mich das nicht aus der Ruhe.
Wir kommen nach fast 2 ½ h in Kasserine an und halten an einer Tankstelle an um herauszufinden, wo das „Forstamt“ ist, um uns die Genehmigung für den Eintritt in den Nationalpark zu erhalten. Der Mann war sehr pfiffig, hat kurz telefoniert und uns zu einem Taxifahrer geschickt, der uns dann zu unserem „Amt“ gelotst hat.
Ich sage Euch Deutschland und die Bürokratie ist nix dagegen. Was ich da auf dem Forstamt erlebt habe, 5 Menschen für eine Unterschrift, aber was soll es. Wir haben sie und nun trennen uns nur noch schlappe 30 Kilometer vom Berg. Es ist Mittag und wir haben nun schon um die 40“C und die Zeit sitzt uns im Nacken.
Wir freuen uns, als wir das riesige Tor zum Nationalpark sehen . . .
Ich schau mich um und sehe zwei Ranger in einer kleinen Behausung mit zwei Betten und einem Tisch drin. Sie sind gleich ganz aufgebracht wieder einmal Menschen zu sehen, die in den Nationalpark kommen. Da kommen wohl anscheinet nicht sooo viele Menschen hin.
Nach der Überprüfung der so wichtigen „Genehmigung“ und der Frage nach ein paar Zigaretten, lassen sie uns passieren.
Wir stellen das Auto ab und begeben uns auf unseren ca. zweistündigen Marsch und können dann unsere Fahne im Kampf gegen HIV / AIDS mit der Dunkelziffer von 5400 Infizierten hissen!
Der Abstieg ging ziemlich rasch und wir verabschieden uns noch einmal herzlich von unseren Rangern.
Die nun folgende Heimfahrt verlief eigentlich ganz gut, bis auf die Tatsache, dass die Tunesier fahren wie die naja, wir würden sagen, wie die Verrückten und ich nur durch eine immer noch sehr aufmerksame Fahrweise Schlimmeres in einer brennenzligen Situation verhindern konnte und wir Gott sei Dank gegen 19.30h das Auto unversehrt abgeben konnten.
Nach noch ein paar schönen Ausflügen in Tunesien fliegen wir am 19.07.09 wieder zurück.
Stefan Ruzas hat es geschafft am 27. Juni 2009 den Gipfel des höchsten Berges von Monaco zu besteigen.
Mit seinen 140 Metern gehört der Mont Agel vielleicht nicht zu den höchsten Gipfeln dieser Erde, doch war es ein ordentlicher Marsch in der Mittagshitze den steilen Berg hinauf zur Spitze.
Wieder ein Gipfel, auf dem die Fahne der world aids awareness expedition gestanden hat.
Ein einminütiges Video von der Gipfelbesteigung ist hier zu finden.
Wir (4 Kölner Familien mit 8 Kindern) haben uns erfolgreich für den Berg in Luxemburg beworben und möchten den Kampf gegen Aids und HIV als Familie unterstützen, da das Bewusstsein für AIDS bereits im Kindesalter anfängt.
Mit dieser Teambotschaft haben wir am Samstag, 4. Juli 2009 den Kneiff (560 m) und Burgplatz (559 m) in Luxemburg „bestiegen“. Wir sind zu beiden Erhebungen gewandert, da Uneinigkeit darüber besteht, welche tatsächlich die höchste ist….
Zudem haben wir auf dem Kneiff (lt. Wikipedia die höchste Erhebung Luxemburgs) einen kleinen Lebensbaum (Thuja) als weiteres Zeichen gepflanzt (siehe Foto). Der Ausgangspunkt war Wildwerdange von wo es in das 2,7 km entfernte Kneiff ging. Von dort zum Mittagspausenplatz rund 1,0 km und weiter auf den 600 Meter entfernten Burgplatz um ein weiteres Mal die waae Fahne zu setzen. Nach dem Gipfelerfolg wurde dann wieder zum Ausgangspunkt nach Wilwerdange gewandert, noch einmal eine Distanz von 3,1 Kilometern.
Die Route kann hier mit Hilfe google-maps angeschaut werden.
Zur musikalischen Unterstützung haben wir ein WAAE-Wanderlied auf die Melodie von Udo Jürgen’s Schlager „Aber bitte mit Sahne….“ umgetextet:
1 Strophe:
Wir treffen uns Samstag am 4. Julei
in Wilwerdange, da sind wir dabei
um ein Zeichen zu setzen beim WAAE
damit es weltweit und auch hier jeder seh’
ob groß oder klein – das ist doch Banane…
aber bitte mit FAHNE!
2. Strophe:
Wir essen und trinken und vor dem Starten
noch einen Blick in die Wanderkarten
Wir wandern zu Luxemburgs höchster Erhebung,
ob Kneiff oder Burgplatz in der Umgebung?
Wir wandern zu beiden – das ist uns Banane
aber nur mit der FAHNE!
3. Strophe:
Und am Gipfel vom Berg hat wohl jeder geahnt:
wird die Fahne dann endlich gen Himmel gebahnt.
Alle Wanderer müssen nun noch posieren,
denn alles das wollen wir fotografieren.
Für den WAAE - das Häubchen der Sahne –
Das Bild mit der FAHNE!
4. Strophe:
Doch dann geht die Wanderung leider vorbei
Und der Berg in Luxemburg ist nicht mehr frei.
Denn offiziell sind nun wir seine Paten
wir hoffen es folgen noch ganz viele Taten
und allen ist AIDS dann nicht mehr Banane
dank unserer FAHNE!
Zur Motivation der Kinder gab es während der Wanderung Luftballons zu sammeln, Seifenblasen zu pusten und als Erinnerung am Ende der Wanderung eine Medaille mit dem WAAE-Logo.
Hier finden Sie den Artikel zur Familien Expedition in Luxemburg, erschienen im Luxemburger Wort, am 9.Juli 2009.
Im Kölner Wochenspiegel erschien am 15.Juli 2009 folgender Artikel: Familien sind Gipfelstürmer.
Glück und Unglück liegen oft nah bei einander. Mitte Mai wurde die Fahne der world aids awareness expedition durch Dr. Dr Artur Rudolph auf den höchsten Gipfel der Welt, den Mt. Everest, getragen.
Zur selben Zeit war Dr. Gerald Meyrs in Alaska unterwegs um auf dem höchsten Punkt der USA ein Zeichen gegen HIV/Aids zu setzen.
Bei dem Versuch Mt. McKinley/Denali (6.194 Meter) zu besteigen, ist Gerald Meyrs ums Leben gekommen. Die Gefahr des Bergsteigens in extremen Regionen unter widrigsten Bedingungen darf nicht unterschätzt werden. Am 20. Mai wollte der Amerikaner dem Gipfel mit Fahne bestiegen haben. Der Nationalpark Denali berichtet auf seiner Homepage, dass Dr. Gerald Meyrs am 19. Mai aus dem 14.200 Fuß (4.450 Meter) hohen Basislager zum Gipfel aufgebrochen ist. Er wurde auf der West Buttress Route zur Spitze des Berges mehrfach gesichtet. Womöglich hat er es auch auf den Gipfel geschafft. Er war als Einzelbergsteiger unterwegs, und trug nur eine minimale Ausrüstung bei sich. Die weiteren Umstände des Unglücks sind nicht geklärt, seine Leiche wurde bis jetzt nicht gefunden. Die Suche nach dem Bergsteiger wurde nach einer Woche eingestellt, man hofft bei der Auswertung von Satellitenbildern mehr über sein Schicksal zu erfahren.
Mt. McKinley gehört zu den Seven Summits, den sieben höchsten Bergen der Kontinente. Aufgrund seiner Lage im Bundesstaat Alaska herrschen am Berg besondere Wetter-Extreme: Temperaturen bis zu -60 Grad Celsius, die durch den Wind-chill gefühlte -83 Grad Celsius bedeuten, treten auf. Wegen seiner nördlichen Lage ist auch deutlich weniger Sauerstoff in den Höhen vorhanden als bei Bergen, die sich näher zum Äquator befinden.
Gerald Meyrs war über das Internet auf die world aids awareness expedition aufmerksam geworden und hatte sich bereit erklärt, im Rahmen seiner Mt. McKinley Besteigung die Expeditions-Fahne mitzunehmen.
Der höchste Punkt der Vereinigten Staaten von Amerika gilt als bestiegen. Die Fahne war am Berg, vielleicht auch am Gipfel. Wir widmen Dr. Gerald Meyrs Mt. McKinley und sprechen den Hinterbliebenen unser Mitgefühl aus.
Offizielle Informationen des Nationalpark Denali finden Sie unter: http://www.nps.gov/dena/parknews/search05262009.htm
Nach zwei Tagen Fahrt via München und Zagreb kommen wir am Dienstagabend in Montenegro an. Inder bayrischen Landeshauptsadt haben wir vorher unsere drei Gewinnerpärchen getroffen um zusammen mit dem Rest des Teams weiter in Richtung Montenegro zu fahren. Die PanAmericana Experience wurde von Volkswagen Nutzfahrzeuge und Globetrotter Ausrüstung initiiert und von Joachim Franz uns einem Team umgesetzt. Nach zwei Tagen angekommen in unserem Hotel werden wir herzlich empfangen. Noch schnell ein ordentlichen Abendbrot, dann ab ins Bett, morgen wollen wir auf den höchsten Gipfel des Landes, um ein Zeichen gegen HIV/Aids zu setzen.
Vormittags werden die nötigen Materialien auf das Team verteilt: Zelte, Kochgeschirr, Treckingessen, Schlafsäcke, Isomatten. Alles müssen wir in unseren Rucksäcken auf den Berg bringen. Dann, nach einem leichten Mittagessen geht es los: Um 13:00 Uhr wandern wir am Schwarzen See vorbei, durch den Nationalpark Durmitor. Die Strasse wird zu einem Waltweg, der Waltweg wird zu einem Trampelpfad. Stück für Stück marschiert unsere Gruppe dem Tagesziel entgegen. Wir wollen unsere Zelte auf ca. 2.000 Metern Höhe aufstellen und das Nachtlager anlegen. Doch bis dahin haben wir noch einen harten Fußmarsch vor uns. Über Geröllfelder und steile Schneefelder suchen wir unseren Weg nach oben. Es regnet, Stunde um Stunde. Gegen 20:00 Uhr kommt unsere Gruppe endlich auf einer Höhe von 2.200 Metern an. Kein Gipfel ist zu sehen. Morgen wollen wir den Aufstieg wagen. Die Zelte werden auf 2.050 Metern aufgebaut. Es gibt nicht genügend Platz auf dem kleinen flachen Stück, so dass wir drei Zelte auf das Schneefeld stellen. Wer schläft schon Ende Juni auf Schnee. Für unsere Gewinner eine ganz neue Erfahrung. Schnell noch den Kocher an, etwas Eis und Schnee zu Wasser schmelzen und eine heiße Suppe und Portion Treckingessen genießen. Dann in die Schlafsäcke kuscheln, warm werden und die Stille Montenegros genießen.
Am nächsten Morgen waren wir alle früh wach. Jeder wollte auf den Gipfel. Aber der Wetterdienst verriet nichts Gutes: Unwettern und böiger Wind. Ein zu großes Risiko für ein Gruppe aus unseren 14 Expeditionsteilnehmern und den drei Begleitern. Aber ohne Gipfelfoto wollten wir nicht zurück. So beschlossen Ralf, Matti und unsere drei Begleiter der montenegrinischen Bergrettung, die Fahne zum Gipfel zu bringen und das wichtige Foto für die world aids awareness expedition zu machen.
Einige Stunden später haben Sie es geschafft. Die Fahne der waae weht im Nebel auf dem höchsten Gipfel, und weißt mahnend auf die offizielle Dunkelziffer des Landes hin. Es sind ca. 1.000 Menschen die an dem Virus erkrankt sind. Bei einer Bevölkerung von 625.000 Menschen, eine hohe Zahl. Das Zeichen für mehr Aufmerksamkeit im Kampf gegen Aids ist gesetzt. Hoffen wir, dass die Zahlen sinken werden.
Nach unserer Rückkehr in unser Basecamp am Fuße des Durmitor Nationalparkes waren alle Teilnehmer glücklich, ein solches Erlebnis mitgemacht zu haben: Man hat sich über die Bergketten gequält, dem Regen getrotzt und die Nacht im Zelt auf Eis verbracht. Und, man hat Gutes getan und sich aktiv in den Kampf gegen die Pandemie eingebracht.
Am nächsten Tag die Belohnung: Über 50 Kilonmeter Off-Road fahren mit unseren Multivan PanAmericana! Es geht über schmale Wege, holprige Steinpassagen durch das Hochland von Montenegro. Eingekehrt wird bei einer montenegrinischen Familie, die uns mit ihrer Gastfreundschaft überwältigt: Selbst gemachte Kartoffel-Suppe, eigner Käse und Jogurt und Fleisch von selbst gezüchteten Rindern. Köstlich.
In den nächsten Tagen erfolgte dann die Reise zurück nach Deutschland. Via Dubrovnik, entlang an der wunderschönen Adriaküste, nach Ljubeljana, via München nach Hannover. Eine unbeschreibbare Woche mit so vielen unterschiedlichen Eindrücken liegt hinter uns.
Danke Volkswagen Nutzfahrzeuge und danke Globetrotter Ausrüstung, Ihr habt einen Traum Realität werden lassen!
Besuchen Sie auch das online Tagebuch der PanAmericana Experience unter www.vwn.de. Lese Sie Tagesberichte und sehen Sie zahlreiche Fotos dieser tollen Expedition.
Iceland = Niceland?!
Im Mai ist das Wetter auf Iceland wohl nicht berechenbar…aber anscheinend ist das dass ganze Jahr dort so;)! Die Fahne war auf Iceland…aber leider nicht auf dem höchsten Berg dem Hvannadalshnukur!
Da zu der Zeit in der ich da war der komplette Süden ein großes Unwettergebiet war, wurde die Seilschaft auf den Gletscher leider abgesagt, und alleine hab ich mich da auch nicht hochgewagt! Das war alles sehr Schade hätte es gern gemacht, aber das war wohl höhere Gewalt! Dann dachte ich mir, ich wandere 25km hin und 25km zurück zu Europas größtem Wasserfall, dem Dettifoss…da die Straßen noch nicht befahrbar waren! Schnee, Eis, Matsch und Wind machten das ganze zu einem wirklichen Abenteuer…das ich nie vergessen werde, besonders nicht da bei der Ankunft der Akku der Camera zu schwach war um ein schönes Bild mit Selbstauslöser machen zu können. Das war alles sehr traurig aber im Nachhinein kann ich schon wieder drüber lachen!
Diese Insel ist etwas ganz besonderes und ich kann nur sagen dass es einfach toll war dort zu wandern und die Menschen zu treffen! Also machte ich ein schönes Bild vor dem Gletscher Svinafellsjökull mit der Fahne! In mehren Gesprächen mit den einheimischen jungen Leuten in Reykjavik habe ich erfahren das es wohl ca. 30 HIV erkrankte geben soll auf Iceland, aber wie schon auf der Fahne zu sehen ist, es gibt nicht einmal eine angenommene Dunkelziffer auf Iceland! Eigentlich traurig das in Europa so was noch möglich ist…! Ein Grund mehr diese Aktion weiter voran zu treiben!
Viel Spaß allen und ein bisschen mehr Glück mit dem Wetter…euer Kay!
Iceland = Niceland!!!
Gerade hat uns ein kurzer Erlebnissbericht samt Gipfelfotos vom Mt. Everest erreicht:
Liebe Mitstreiter,
Der Mount Everest 8884m hoch,mein siebter und letzter der "seven summits".
Da ich Joachim Franz von früheren sportevents kannte, war es für mich selbstverständlich, die Fahnen der "world aids awareness expedition" auf den everest mitzunehmen. Auch ich wollte ein Zeichen setzen.
Am 1. April ging es von Frankfurt über Kathmandu nach Lukla ins KhumbuTal. Nach einem 90km Trekking erreichten wir das Base Camp auf 5450 m Höhe. Nach vielen Akklimatisationsaufstiegen und einer Schlechtwetterphase öffnete sich ein Wetterfenster von nur 3 Tagen in dem eine Besteigung des Everest möglich war. Dann muss man physisch und psychisch fit sein, um den 4tägigen Aufstiegs-und Abstiegsmarathon zu überstehen.
Am 20.05.2009 um 05.30 Uhr stand ich bei schönstem Wetter, Windstille und einer Temperatur von -25 Grad auf dem höchsten Berg der Erde, um die Fahnen der "WAAE" mit grossem Stolz auszurollen!
Von einem Gipfelerfolg hätte ich nicht zu träumen gewagt!
Mit bestem Gruss
Dr.med Dr.med.dent. Artur Rudolph
Arzt, Zahnarzt, Expeditionsmediziner
Lange haben wir nicht überlegt, sondern es war im Gegenteil eine schnelle Entscheidung, dass wir an der Weltexpedition von Joachim Franz teilnehmen und damit einen kleinen Beitrag im Kampf gegen Aids leisten wollten. Auch das Ziel – Zypern mit seinem höchsten Berg, dem 1952 Meter hohen Olympos - stand schnell fest.
Etwas länger dauerte die Phase von der Idee bis zur Umsetzung; als wir allerdings erst einmal einen Termin gefunden hatten, ging alles ganz schnell: Ganze 10 Tage vergingen von der Buchung des Fluges bis hin zur Abreise.
Natürlich haben den Hauptgrund unserer Reise mit einem kleinen Urlaub verknüpft – eine Woche waren wir auf Zypern und haben nach der Hälfte dieser Zeit den Gipfel des Olympos bestiegen.
Der Gipfel liegt im Tróodos-Gebirge und ist nicht zugänglich, da auf dem höchsten Punkt eine britische Radarstation (“golf balls”) der Royal Air Force gebaut wurde. Die 1974 installierte Anlage dient zur taktischen Flugüberwachung im Umkreis von 1500 bis 3000 km.
Das Tróodos-Gebirge liegt im südwestlichen Landesinnern; das Gebiet ist (im Gegensatz zum Rest der Insel) bewaldet und es soll eine artenreiche Tierwelt geben, u. a. Adler und die letzten freilebenden Zypern-Mufflons (leider ist uns kein Vertreter dieser Wildschafe begegnet), die auch auf den Kupfer-Münzen der zyprischen Euros zu sehen sind.
Eine abwechslungsreiche Vegetation und viele größere und kleinere Dörfer mit zum Teil atemberaubenden Ausblicken in die Täler und über die Berggipfel machte schon die Anreise mit dem Auto zu einem Erlebnis.
Der Aufstieg…
Um es kurz zu machen: Wegen der Militär-Basis gibt es auch eine asphaltierte Straße bis auf den Gipfel. Wir hätten einfach mit dem Auto fahren können bis zu dem auf dem Photo zu sehenden Stop-Schild oder aber die Straße zu Fuß gehen können. Dies war uns allerdings dann doch zu simpel und wir haben die Variante „einmal drum herum“ gewählt und sind ab dem Örtchen Tróodos den so genannten Atalante-Trail gegangen, der ca. 9 Kilometern weit einmal um den Gipfel des Olympos herumführt und teilweise sogar den Blick auf das mind. 40 Kilometer entfernte Meer frei gibt. Am Ort des Photos dann tatsächlich ein Eiswagen und davor einige griechische Soldaten, die neben den Briten auch eine kleine Militärbasis auf dem Gipfel haben. Diese erlaubten uns auf Nachfrage so wortkarg wie möglich und mit eisernen Mienen, das Gipfelphoto zu machen – wir hätten die Herren gerne mit auf dem Photo gehabt, aber schade, da war nix zu machen…
Trotz der Höhe total verschwitzt und gepiesackt von fliegenden Insekten, die wir noch nie vorher gesehen haben und die zu Myriaden dort umherschwirrten, waren wir dann superglücklich und stolz, das Photo im Kasten zu haben und uns bei den Gipfelerfolgen der World Aids Awareness Expedition einreihen zu können!
Der Ben Nevis ist der höchste Berg Großbritanniens. Mit knapp 1300 Meter, scheint er keine große Herausforderung zu sein. Allerdings ist zu bedenken daß der Weg fast auf Meereshöhe beginnt.
Ich hatte einen sehr eng gesteckten Zeitplan auf meiner Tour durch Schottland. In Fort Williams, dem Ausgangspunkt für die Besteigung des Ben Nevis, hatte ich nur einen Tag Aufenthalt, an dem auch die Besteigung stattfinden musste. Bei schlechtem Wetter würde es „Weiterfahren“ heißen. Nun, ich hatte Riesenglück. Bei wolkenfreiem Himmel, Temperaturen um die 25°C und später strahlendem Sonnenschein, brach ich am 01.06.2009 um 5:30h auf, nachdem ich von gefühlten 100 Milliarden winziger Fliegen um mein Frühstück gebracht
wurde. Dies habe ich später auf ungefähr halber Höhe nachgeholt.
Trotz der frühen Morgenstunde trifft man auf dem Weg nach oben allerlei seltsame Gestalten. Britische Militärs, die ihre Kondition trainieren, eine dänische Wandergruppe in Schottenröcken usw. Leichtsinnig sind allerdings die Touristen, die den Berg und ihre eigene Kraft unterschätzen. Teilweise liefen einige in T-Shirt und Sandalen hinauf. Ganz unerwartet zieht sich der Gipfel innerhalb von Minuten mit Wolken zu. Eine drohende, dunkle Wand versperrt den Blick. In Sekunden reicht die Sicht nicht mehr weiter als fünf Meter und es wird eisig kalt. Immerhin herrscht hier oben polares Klima mit einer
Jahresdurchschnittstemperatur von 0,3 °C. Wenn dieses Wetter so bleibt, sollte man möglichst den Gipfel nicht verlassen und auf Besserung warten. Viele der Touristen haben aber weder wetterfeste Bekleidung noch die nötige Erfahrung, und stolpern in Panik blind den Berg hinab. Am Ben Nevis sterben jedes Jahr etwa zehn Menschen. Ich hatte zwar alles dabei, benötigte es aber nicht. Das Wetter war phantastisch, der Aufstieg allerdings sehr anstrengend. Im unteren Drittel geht es über sehr große Steistufen aufwärts, was sehr Kräftezehrend ist. Im oberen Teil führt der Weg dann nur noch über loses Geröll. Hier habe ich mich gefreut, die sonst so sehr „Verhassten“ Stöcke dabei zu haben. Diese waren besonders beim Abstieg eine große Erleichterung. Irgendwo im oberen Teil kam mir ein Pärchen entgegen. Ja richtig, um ca. 8:00h waren die beiden schon wieder beim Abstieg. Halb laufend riefen sie mir zu, es sei „fantastic“ und „the summit is snow-covered“. Aha, dachte ich mir. Ich hatte das zur Kenntnis genommen, aber angesichts der Temperatur von 25°C bei der ich am Morgen im Tal aufgebrochen bin, dachte ich mir: lass die mal reden. Tatsächlich hatte ich durch die Anstrengung nicht wirklich mitbekommen, wie während des Aufstiegs immer kälter geworden ist. Oben angekommen, bot sich mir ein fast unwirkliches Bild. Oben auf dem Gipfel lag etwa 1,5 m Schnee. Ich zog mir erstmal etwas Wärmeres an, genoss die Aussicht in einer sehr ausgedehnten Pause und machte mich dann an den nicht viel weniger anstrengenden Abstieg. Hier kamen mir doch tatsächlich im unteren Teil noch Leute entgegen, die bis auf den Gipfel wollten. Ich denke die haben dann später eine Nachtwanderung gemacht.
Zur Belohnung gab es Abends reichlich Bier und selbstverständlich Fish&Ships.
Pavel Spacek hat es geschafft. Zusammen mit seinem Neffen Daniel bestieg er den höchsten Berg der Tschechischen Republik und setzte ein Zeichen gegen Aids. Pavel war bereits auf den Expeditionen 2008, 2007 und 2005 im Team dabei. Auch die zukünftigen Projekte wird er wieder tatkräftig unterstützen. Für den Aufstieg zum Snezka benötigte er gute vier Stunden. Der Rückweg verlief etwas schneller, so dass er nach zwei Stunden wieder im Tal angekommen war. Trotzdem hat er seine Oberschenkel doch einige Tage gespürt
Heute hat uns auch die Nachricht erreicht, dass der höchste Punkt von Bosnien Herzigovina, der Maglic, erfolgreich bestiegen wurde.
Die Gruppe um Fikret hat es geschafft, die Fahne der world aids awareness expedition auf dem 2.386 Meter hohen Berg zu setzen. Ein weiterer Schritt im Kampf für mehr Aufmerksamkeit wurder erfolgerich umgesetzt.
Ein ausführlicher Bericht folgt.
Hier der Erlebnissbericht von Ricarda Rösch und dem Team Togo Volunteers:
Im März hat sich eine Gruppe von deutschen und schweizerischen Freiwilligen aus Kpalimé aufgemacht den Mont Agou zu besteigen um ein Zeichen gegen Aids zu setzen.
Wegen der Mittagshitze sind wir schon morgens früh mit dem Taxi nach Agou, einem Bergdorf am Fuß des Mont Agou gefahren und haben dort unsere Besteigung begonnen. Der Weg hat vor allem durch den Busch geführt, so dass wir immer mal wieder auf Hilfe angewiesen waren um überhaupt den Gipfel zu finden. Außerdem sind wir durch zwei Bergdörfer gekommen, haben den BewohnerInnen die Fahne gezeigt und ihnen erzählt, was wir da machen. Das kam wohl auch ganz gut an, eine Frau ist sogar extra losgegangen um uns ein paar Avokados zu pflücken.
Weil unsere jüngste Unterstützerin (6) ein bisschen geschwächelt hat, mussten wir viele Pausen und sind doch erst recht spät oben angekommen. Für das Gipfelfoto haben wir Bananenkondome (die einzige Sorte, die man überall bekommt) aufgeblasen oder es zumindest versucht. Nach einer längeren Pause ging der Rückweg dann recht schnell und eine unserer Gastfamilien hat sogar noch Couscous zur Stärkung für alle gekocht.
Im zweiten Anlauf auf die Spitze
Stolz und überglücklich: Nach mehreren Stunden steilen Aufstiegs und bei eisigem Wind konnte unser Team, bestehend aus ehemaligen Teilnehmern des B42-Marathonprojektes „Die 42 km von Berlin“ (www.42kmplus.de) und Mitarbeitern von Abbott, am Pfingstwochenende endlich die Fahne der „World Aids Awareness Expedition“ auf dem Scolio, einem der höchsten Punkte Griechenlands hissen. Auf rund 3.000 Meter Höhe setzten wir damit gemeinsam ein Zeichen gegen HIV/Aids und die hohe Dunkelziffer von rund 19.000 Infizierten in diesem Land.
Die Freude über das Erreichte war riesengroß. Nicht zuletzt deshalb, weil wir bereits am Vortag frühmorgens vom Basislager auf rund 2.100 Metern mit unserem Bergführer aufgebrochen waren, um den Hauptgipfel des Olymp, den Mytikas, zu erstürmen. Leider ohne Erfolg, denn starker Regen zwang uns nach rund einem Drittel des Weges zum Umkehren. Doch kaum zurück auf der Hütte, waren wir uns alle einig: Wir versuchen es morgen noch mal!
Gesagt, getan. Um kurz vor 7 Uhr brachen wir am Samstagmorgen ein zweites Mal zur Spitze auf. Das Wetter meinte es an diesem Tag einigermaßen gut. Strahlend blauer Himmel, doch eisiger Wind blies uns entgegen. Die Hoffnung, den Mytikas an diesem Tag tatsächlich besteigen zu können, wurde jedoch sehr bald zunichte gemacht. Ein vereister Weg machte den Aufstieg zum höchsten Punkt des Olymp einfach viel zu gefährlich.
Doch davon ließen wir uns nicht entmutigen und entschieden uns für den zweithöchsten Gipfel, den Scolio. Oben angekommen, waren alle Anstrengungen und Enttäuschungen vergessen – alle waren überwältigt von den beeindruckenden Erlebnissen.
Mit Sack und Pack ging es anschließend noch am gleichen Tag wieder ganz nach unten ins schöne Örtchen Litochoro. Wo ein ordentlicher Muskelkater viele von uns auch noch einige Tage später an unseren besonderen Aufstieg zu den Göttern erinnerte.
Wieder einmal haben wir gezeigt, dass Teamgeist und Willenskraft oft Flügel verleihen und HIV-Positive durchaus leistungsfähig sind. Wer von uns im Team das ist spielt schon sehr lange keine Rolle mehr. Im Team sind alle gleich, Toleranz und Freundschaft stehen im Vordergrund, gemeinsam sind wir stark !!
Ganz persönliche Gedanken zur Bedeutungen des Aufstiegs einiger Mitglieder im Team folgen hier:
Die Olympbesteigung bedeutete für mich...
... für mich meine Grenzen und Denkweisen über meine HIV-Infektion neu zu definieren.
Wichtig war mir ein Zeichen zusetzen auf dem Gipfel und damit zu zeigen das der Kampf gegen Antidiskriminierung gegenüber HIV+ weitergeführt werden muss. Und die Besteigung hat gezeigt, das man im Team Ziele erreichen kann, die alleine nie machbar gewesen wären.
R. E.
... das gute Gefühl zu haben, mit vielen Freunden zusammen unser Zeichen gegen Ignoranz und Intoleranz zu setzen. Es hat mich stolz gemacht, Mitstreiter einer Gruppe zu sein, die erstmalig in der Geschichte der WAAE zu einem Teil aus Menschen besteht, die selbst betroffen sind. Unser Mut, gemeinsam dieses Projekt zu bestreiten, wird für viele Aussenstehende beispielhaft werden und sie zum nachdenken und vielleicht auch nachahmen anregen. Ist das nicht Grund genug weiterzumachen?
O. R.
Die Olymp- Expedition war einer der schönsten Momente in meinem Leben. Es ist doch etwas wichtiges, dass ich mit allen meinen Freunden vom Team gemeinsam leben durfte. Diese Expedition habe ich schon seit meiner Anmeldung im September als Herausforderung angesehen. Ich wollte dem HI-Virus zeigen, dass er zwar in meinem Körper ist, mich aber nicht im Griff hat. Ich wollte diesen Berg besteigen und habe es geschafft. Ich habe also gewonnen und wichtig ist, dass ich es nicht allein geschafft habe, sondern im Team. Herzlichen Dank.
G. A.... mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, Gesinnung, privater und beruflicher Vergangenheit und Zukunft EIN ganz ganz wunderbares Ziel gemeinsam erreichen zu dürfen!C. A.
... zusammen in einem ganz besonderen Team, dass mir im Laufe der vergangenen 2 Jahre sehr ans Herz gewachsen ist, ein weiteres besonderes, beeindruckendes und einmaliges Erlebnis zu teilen und dabei gemeinsam ein weiteres wichtiges Zeichen zur Aufklärung und Toleranz gegenüber HIV zu setzen.
C. H.
... die neue Erfahrung, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, die die vermuteten Neuinfektionszahlen mit HIV auf die höchsten Gipfel aller Länder dieser Erde tragen will und Teil einer kleinen Gemeinschaft zu sein, die den Gipfel in Griechenland erklommen hat und an deren Tempo ich mich nicht leicht aber letztendlich erfolgreich anpassen konnte. Auf dem Gipfel zu stehen, hat mir vor Augen geführt, wie nichtig manche meiner Alltagsprobleme sind, wenn sie von so hoch oben betrachtet werden. Und gefreut habe ich mich darüber, dass ich mit einigen meiner Freunde von B42 während der langen Stunden auf der Berghütte oder dem Flughafen einfach nur schweigen konnte.
P. K.
Die Slideshow zur Gipfelbesteigung finden Sie hier.
Erschöpft aber glücklich hat das „Team Namibia“ den höchsten Punkt des Landes, den Königstein, erreicht. Ein Bericht liegt uns noch nicht vor, aber die gesendeten Bilder lassen erahnen was es für einen phantastischen Ausblick vom höchsten Punkt des Landes gegeben haben muss, aber auch wie anstrengend der Marsch und die Strapazen gewesen sind.
Hier nun der ausführliche Bericht von Regina:
Mit einer wunderbaren Einstimmung auf die Besteigung des Königstein im Brandbergmassiv Namibias, nämlich der Überreichung von 50.000 Euro vom Verein be your own hero e.v. an die Hope Cape Town Stiftung, begann die Tour.
Gemeinsam mit dem Vorstand Dirk Schuchard und Tom Staats überreichte Joachim Franz diesen großartigen Cheque an Pfarrer Stefan Hippler dem Vorsitzenden der HOPE Cape Town Stiftung auf der alljährlichen Spendengala in Kapstadt / Südafrika.
Der in Wolfsburg angesiedelte Verein leistet präventive Arbeit gegen HIV und Aids und verwaltet Spendengelder die im Rahmen der world aids awarness expeditions durch Extremsportler Joachim Franz gesammelt werden.
Seit 2008 gibt es bereits eine Kooperation zwischen HOPE Cape Town und dem Verein. Spenden in Höhe von, 100.000 Euro wurden bereits in der Vergangenheit übergeben.
In Südafrika sind mehr als sechs Millionen Menschen an der Pandemie erkrankt. Das Geld wird dazu eingesetzt im Kampf gegen HIV und Aids weiter aktiv zu sein. Es werden Ausstattungsgegenstände für die Kinderkrankenhäuser vor Ort angeschafft, die Weiterbildung von medizinischem Personal gefördert und die Ausbildung von Streetworkern finanziert.
Bevor es also im Zuge der world aids awareness expedition auf den nächsten Gipfel ging , durfte ich an der Spendengala in Kapstadt teilnehmen und mich ebenfalls über die vielen engagierten Menschen im Kampf gegen HIV/ AIDS erfreuen.
Der zweite Tag unserer Reise sollte nicht weniger spannend verlaufen, denn das war der Tag unserer Trauung durch Pfarrer Stefan Hippler in Cape Town, wo ich meinem Rainer das „I am“ zusicherte (entspricht dem “JA“ ) und Joachim Franz als Trauzeugen an meiner Seite hatte. Dass ich mich damit auch lebenslang auf einen Kampf gegen HIV/Aids einstelle, muss ich wohl nicht weiter erläutern.
Dann starteten wir mit einer kleinen Gruppe von fünf Personen zu unserem Berg nach Namibia. Dirk Schuchard der Vorstand des be your own hero e.v., Carsten Richers und Mandy Sachse und mein Mann Rainer Jensen , der uns als Fotograf begleitete.
Ungefähr 350 Kilometer von Windhoek entfernt liegt das Brandbergmassiv mit dem 2573 m hohen Königstein. Schon kurz hinter Windhoek erwartet uns eine durchgehende Sandpiste, wo wir ordentlich durchgerüttelt werden und uns mehr und mehr auf den Fußmarsch freuen. Nach 6 Stunden erreichen wir auch endlich mit unserem Fahrer das Restcamp am Fuße des Brandbergs. Am nächsten Morgen um 6 Uhr werden wir mit unserem Guide zum Berg gebracht. Ein uralter Magirus Deutz donnert durch die Stille des Morgens. Gute neunzig Minuten brauchen wir für die 30 Kilometer durch das unwegsame Gelände. Dann endlich unser Startplatz. Ein Zwei-Tagesmarsch liegt nun vor uns und damit ein steiniges Gelände. Wege sind nicht zu erkennen , aber dank unserem Guide Ephrahim Matheus, der sich seit mehr als 20 Jahren in diesem Gebiet auskennt wie kein zweiter und nicht nur jeden Stein sondern auch die wichtigen Wasserstellen kennt, sind wir bestens gerüstet. Dirk, der schon bei der Cape2Cape dabei war, hat ein kleines Déjà-vu: „hier ist es ja wie in Malawi auf dem Sapitwa Peak“. Dort war klettern, krabbeln, kriechen und von Stein zu Stein springen umgarnt von brütender Hitze und einem strammen Marschtempo angesagt. Zum Glück war hier alles etwas kleiner, kühler, langsamer, doch für unsere Debütanten Mandy, Carsten und Rainer mehr als ausreichend. Umso schöner war es gemeinsam auf dem Gipfel die Fahne der world aids awareness expedition mit der HIV- Dunkelziffer für Namibia zu hissen (230.000) und ein weiteres Zeichen im Kampf gegen HIV/Aids zu setzen.
Der expandierende Tourismus hat zusammen mit anderen Faktoren zu einem Ausbau der Vergnügungsinfrastruktur geführt. Damit einher ging eine Zunahme der Fälle von Prostitution und Menschenhandel. Die Prostitution wird durch die Verarmung großer Bevölkerungsteile noch begünstigt. Manche Kinder fallen in ihrer Not auf die Versprechungen der Menschenhändler herein, die ihnen gutbezahlte Jobs anbieten, sie jedoch sexuell ausbeuten. Studien zeigen, dass das Ausmaß der Kinderprostitution, des organisierten Kinderhandels und des Missbrauchs im familiären Umfeld bisher unterschätzt wurden. Nach diesen Studien wird jedes dritte Mädchen und jeder fünfte Junge in Namibia vor Erreichen des 18. Lebensjahres sexuell missbraucht. Die Angst vor einer HIV-Infektion spielt dabei eine Rolle. Sowohl unter Männern als auch Frauen herrscht zunehmend der Aberglaube, dass sich Kinder weniger leicht mit dem HIV infizierten und dass der Geschlechtsverkehr mit jungfräulichen Kindern reinigende und heilende Wirkung habe. Sogenannte „Wunderheiler“ empfehlen HIV-infizierten Männern sogar den Beischlaf mit einer minderjährigen Jungfrau. Für die Kinder hat das fatale Folgen. Gerade für sie, deren Immunsystem durch die Folgen der Armut oft geschwächt ist, besteht ein hohes Risiko einer Infektion mit dem Virus beim erzwungenen Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen, da sie dabei häufig nicht nur seelisch, sondern auch körperlich schwer verletzt werden.
Mit dem beschwerlichen Abstieg geht es nun weiter zu neuen Aufgaben im Kampf gegen HIV/Aids.
Auf dem Gipfel-Foto sind zu sehen, von links nach rechts: Mandy Sachse, Bergführer Ephrahim Matheus, Regina Marunde, Dirk Schuchard und Carsten Riechers. Rainer Jensen hat das Foto geschossen.

Der Mountain Club Korab hat es geschafft. Anfang Mai konnte die 25 köpfige Gruppe um Simon Simonovski die Fahne der world aids awareness expedition auf der mazedonischen Seite des Berges hissen. Wir sind stolz auf Euch!
Bilder finden Sie auf der Webside. Der viele Schnee, der noch auf dem Berg liegt, zeigt, dass es in den Bergen stark unterschiedliche Wetterbedingungen geben kann. Ein ausführlicher Bericht folgt.
Christina Ledig hat den höchsten Berg von Singapur bestiegen um die Fahne der world aids awareness expedition auf dem Bukit Timah zu setzen.
Expeditionsflagge auf dem Mt. Kinabalu/ Malaysia.
Christan Kühn und Julia Schuppan haben es geschafft.
Am Morgen des 13. März 2009 konnten sie auf dem höchsten Punkt Malaysias, dem Mt. Kinabalu die Fahne der world aids awareness expedition setzen.
Frühmorgens um 5.20 Uhr wurde der 4096 Meter hohe Gipfel erreicht.
Das Team von DIAMIR Erlebnisreisen GmbH hat auf dem 6893 Meter hohen Ojos de Salado die Gipfelfahne der world aids awareness expeition gesetzt. Ein ausführlicher Bericht folgt demnächst.
Am 06.02.2009 haben sich Holger Wukovich und sein Freund Jörg Hemmes aus Hohne/Celle aufgemacht, um auf der höchsten Erhebung des Emirat Katar ein Zeichen gegen HIV/AIDS zu setzen. In Katar leben 1.000000 Kataris und ca. 800.000 Gastarbeiter aus Indien, Pakistan, Nepal, den Philippinen und Europa. Da Ausländer nicht in die HIV/AIDS Statistik aufgenommen werden, dürfte die Zahl der HIV/AIDS erkrankten Menschen, die in Katar leben deutlich höher sein als mit 1000 angegeben.
Der falsche Berg!
Als wir uns für den Jabal Rum, den höchsten Berg in Jordanien, bewarben – dachten wir nicht, dass es schwierig sein würde, diesen zu besteigen. Zumal wir vorher übers Internet herausfanden, dass wir zwar einen Bergführer bräuchten, der sich aber unkompliziert vor Ort buchen lässt. Die Besteigung an sich war schließlich auch nicht das Problem, sondern vielmehr die äußeren Umstände, die dazu führten, dass wir einen kleinen Ersatzgipfel in der Nähe erklommen. Voller Euphorie erreichten wir am Abend des 18. Dezember 2008 das Visitor Center des Wadi Rum, dem Protectorat aus Wüste und einzigartigen Felsformationen. Wir erkundigten uns sogleich, was ein Guide auf den Jabal Rum kosten sollte. 180 Euro lautete die erste Aussage, nach einigen Verhandlungen wollten die Zuständigen immer noch 150 Euro – aus unserer Sicht zu viel für 800 Höhenmeter (also einem Wandertag) und einen Guide in Jordanien. Da in unserem Urlaubsbudget eine solche Ausgabe nicht eingeplant war, zumal das Geld keineswegs der world aids awareness expedition zu Gute gekommen wäre, beschlossen wir kurzerhand das Vorhaben abzublasen. Nicht ohne schlechtes Gewissen! Und weil wir natürlich nicht unverrichteter Dinge nach Hause zurückkehren wollten, entschieden wir uns für einen kleineren Gipfel – die Burdah Felsbrücke. Auch hier war es nicht möglich, ohne Bergführer hinaufzukommen, doch der war immerhin bezahlbar. Wir machten uns also auf den Weg nicht ohne schlecht zu staunen, dass unser junger Guide die Felsen barfuß erklomm. Wie ein Geißböcklein hüpfte er von Stein zu Stein und Felsbrocken zu Felsbrocken in die luftigen Höhen des Berges – wir folgten ihm vertrauensvoll und genossen die schöne Landschaft. Nach einiger Zeit – wir gingen gemütlich und legten viele Pausen ein – schließlich war das Ziel zum Greifen nah und wir zückten Fotoapparate und Flagge, um das gewünschte Gipfelfoto zu schießen. Noch ein paar Schritte – geschafft! Wir postierten uns auf der Felsbrücke, von wo aus man einen sensationellen Blick über die felsige Wüstenlandschaft hat. Bitte Lächeln. Klick klack – klick klack. Fertig ist das etwas andere Gipfelbild. Der Abstieg auf der anderen Seite des Berges war steil und wir rutschten – vielfach auf dem Allerwertesten – die glatten Felsspalten hinunter. Immerhin hatte der Guide seine Berechtigung, denn ohne ihn hätten wir den Weg zur Brücke vermutlich nicht gefunden. Dennoch: Trotz überhöhter Preise für Touristen – eine Reise ins Wadi Rum ist allemal empfehlenswert und erfahrene Kletterer bezwingen den Jabal Rum mit Seil und Haken auch ohne Bergführer – zumindest haben wir einige Franzosen getroffen, die es schafften, wie sie uns erzählten. Und: Die Einheimischen behaupten, der Jabal Rum mit seinen 1760 Metern sei gar nicht der höchste Berg Jordiens. Ihren Aussagen nach soll der etwas abseits westlich des Wadi Rum gelegene Jabal Umm Alada immerhin einen ganzen Meter höher sein. Wie auch immer: Die Aktion „Flagge hissen für waae“ hat uns begeistert. Wir sind glücklich, dass wir wegen des falschen Berges nicht disqualifiziert worden sind und wünschen allen Mitstreitern viel Erfolg mit ihren Gipfeln!!
Iris Lemanczyk
Nici de Jong
Besteigung des Boggy Peak endet im Sperrgebiet!
Am 21.01.2009 kamen wir in St. John’s auf Antigua mit dem Kreuzschiffan. Bereits die Beschaffung eines Taxis zeigte, dass die Begehung des Boggy Peak ein kleines Problem sein könnte. Die Taxifahrer wollten einfach nicht mit uns dorthin fahren da es sich um eine Restricted Area handelt. Nach langem Überreden erklärte sich dann doch ein Fahrer bereit uns zum Boggy Peak zu fahren.
Bereits im Straßenbild wurden wir auf die Problematik AIDS aufmerksam gemacht. Mit finanzieller Unterstützung aus Kanada wurde per Plakatwand zur Benutzung von Kondomen aufgerufen.
Die nächste Schwierigkeit bestand dann darin, den Zugang zum Berg zu finden. Die einheimische Bevölkerung war leider keine Hilfe. Aber wir hatten die Luftbildaufnahme von zu Hause dabei und konnten so den Trail dann doch noch finden.
Bei brütender Hitze gingen wir optimistisch den teilweise sehr steilen Weg an.
Das Verbotsschild „Privatstraße - kein Zutritt für unbefugte Personen“ signalisierte das Ende der möglichen Wegstrecke.
Da uns auch noch vorbeikommendes Personal auf das Unrechtmäßige unseres Tuns hinwies, brachen wir an dieser Stelle unsere Begehung ab.
Natürlich nicht ohne noch ein Bild der Gipfelfahne mit dem Boggy Peak zu tätigen. Leider konnten wir den Berg nicht bis zum Ende besteigen, aber wir haben unserer möglichstes getan, im Kampf gegen HIV/AIDS die Fahne so nah wie möglich auf den höchsten Punkt zu. Auch wenn wir nicht direkt am Gipfel standen, haben wir dennoch ein Zeichen gesetzt
Gruß Lutz & Martina Berge
2829 Meter weist der Pico de Fogo, ein Bilderbuchvulkan und höchster Berg der Kap Verden, auf der Insel Fogo auf. Heute, am 27.12.2008 um 10:45 Uhr hissen wir, Melitta, Otto, Wolfgang, Patrick, Jürgen, Hans-Jürgen und Alexa gemeinsam mit unserem Hüttenwirt Fernando und unserem einheimischen Bergführer Paulo am Kraterrand des noch aktiven Vulkans die Fahne. Auch Brigitte, Scarlett, Stefan und Felix schließen sich spontan, begeistert vom Projekt der world aids awareness expedition, an.
Noch im Morgengrauen brachen alle auf, um sich in guten vier Stunden mühsam dieses Ziel zu erarbeiten. Zwei Schritte vor, einen in der Vulkanasche rutschend zurück, manchmal auch fast einen halben Meter hohe Stufen, diese Bedingungen zeichnen diesen sehr steilen und anspruchsvollen Anstieg aus. Von einem Weg kann kurz nach Portela, dem Ausgangsort in der Caldera, keine Rede sein. Hans-Gerd, Anna, Ursula und Peter sind hoch motiviert und entscheiden dennoch auf ca. 2400 Meter Höhe auf unsere Rückkehr zu warten.
Für uns alle war es ein Kampf und trotzdem ist wieder ein Gipfel erreicht wurden, um ein Zeichen im Kampf gegen AIDS und HIV zu setzen.
Knapp ein Prozent, dies entspricht etwa 4.000 Personen, ist der Wert an HIV infizierten bzw. an AIDS erkrankten Menschen, von dem man auf dem Inselarchipel inmitten des Atlantischen Ozeans vor der westafrikanischen Küste spricht. Wie viele der 800.000 Emigranten in den USA, Brasilien oder Europa betroffen sind, dazu finden wir keine Angaben. Unsere Fahne weist ein Fragezeichen an Stelle der Dunkelziffer auf. Wir werden es vorerst als unbeantwortete Frage mit uns herumtragen müssen.
Dennoch, ein Prozent ist enorm wenig in einem zu Afrika gehörenden Land. Übersteigen dort die Zahlen nicht häufig 20 Prozent und mehr! Es wird viel Präventions- und Aufklärungsarbeit auf den Inseln geleistet. Gerade jetzt, kurz nach dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember, sehen wir viele Menschen mit T-Shirts und Aufschriften zum Kampf gegen die Pandemie. Obwohl das Gesundheitssystem noch lückenhaft ist, scheint dieser Teil doch bereits gut zu funktionieren; kostenlose Kondomausgabe in Krankenhäusern oder auf Veranstaltungen gehört dazu. Bei den häufigen räumlichen und oft damit partnerschaftlich verbundenen Veränderungen ist dies sicherlich positiv zu bewerten. Die Kap Verden - ein gutes Beispiel für einfache aber funktionierende Vorsorgearbeit zum Thema AIDS und HIV.
Gründe dafür sich sicherlich die unterschiedlichen Informationskanäle, die Bildung und auch die Gelder der im Ausland lebenden Familienmitglieder, aber auch die greifende internationale Entwicklungshilfe. Nach knapp 500 Jahren portugiesischer Kolonialgeschichte mit Schwerpunkt Sklavenhandel, bleiben heute auf dem extrem trockenen Archipel nicht viele Einkommensmöglichkeiten. Ein wenig Kaffee-, Weinanbau, Fischerei und Tourismus sind vorhanden. Viele Menschen emigrieren und re-immigrieren. Dies und internationale Unterstützung helfen dem Staat sich langsam aber sicher aus dem Entwicklungsland-Status heraus zu arbeiten. Auch der Gesundheitssektor scheint davon zu profitieren.
Die Offenheit und Lebensfreude der Kapverdianer und ihre fantastische Musik haben wir in nur einer Woche lieben gelernt. Daher sind wir froh, im Rahmen unserer Wanderreise mit dem Dortmunder Reiseveranstalter One World ein Zeichen im Kampf gegen AIDS und HIV setzen zu können. Es passt gut zu One World's Nachhaltigkeitskonzept, welches sich in vielen Kooperationen mit verschiedensten Organisationen wie dem WWF zeigt.
Dieses Mal steht der Mensch im Zentrum des Interesses. Wir freuen uns, Menschen - wie Joachim Franz und seine vielen Helfer - hinter der world aids awareness expedition unterstützen zu können.
Nur die Frage nach dem Gipfelglück konnte auch hier nicht eindeutig beantwortet werden.
968 Meter, die es in sich hatten!
Als wir von OrphanAid Africa in Deutschland von der Möglichkeit der Teilnahme an der "world aids awareness expedition" erfuhren, waren wir uns schnell einig: Da sind wir dabei! Und zwar in Ghana!
OrphanAid Africa (OA) ist eine ghanische NGO (non-governmental-organization), die Waisenkinder und bedürftige Kinder in Ghana durch Betreuung, Schutz, medizinische Versorgung und Bildungsmögliichkeiten unterstützt. Hauptsitz von OrphanAid Africa ist Ayeniah, ein Dorf ca. 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Accra, wo OrphanAid Africa mehrere Kinderdorffamilien sowie eine kleine Schule und eine Krankenstation aufgebaut hat und nun betreibt. Viele "unserer" Kinder sind HIV-infiziert; aus diesem Grund spielt Aufklärungsarbeit und HIV-Prävention für OA eine wichtige Rolle. Dabei wird eng mit der Ghana AIDS Commission (GAC) kooperiert, die einen nationalen Aktionsplan im Kampf gegen HIV/AIDS entwickelt hat.
Aus diesem Grund war die Teilnahme an der "world aids awareness expedition" eine sehr interessante, aber auch spannende Herausforderung für uns, an der wir gerne teilnehmen wollten. Besonders wichtig war uns dabei, dass an unserer Expedition nicht nur wir - die Mitglieder der OrphanAid Africa Stiftung in Deutschland - teilnehmen, sondern genauso Ghanaer - und natürlich ganz besonders auch die Kinder aus unserer Schule und unserem Kinderdorf. So bildeten wir schließlich eine recht bunte und internationale Truppe: Vertreten waren Mitglieder von OA aus Deutschland & Ghana, Schüler der von OA gegründeten Schule in Ayeniah, Volunteers von OA aus Australien und Japan sowie weitere Freunde und "Unterstützer". Insgesamt waren wir damit eine stolze Gruppe von 39 Personen im Alter von 12 bis 46 Jahren, die am 19. Oktober 2008 den höchsten Berg Ghanas, den Mount Afadzato (968 Meter), erklimmen wollte.
Der Mount Afadzato liegt im Osten Ghanas unmittelbar an der Grenze zu Togo. Schon die Anfahrt zum Berg gestaltete sich als kleines Abenteuer: Die Straße wurde nach und nach zur "Buckelpiste", auf der wir alle kräftig durchgerüttelt wurden und teilweise nur mit 10km/h vorankamen. Aus unserem guten Vorsatz, den Berg schon in den frühen Morgenstunden in Angriff zu nehmen, wurde dadurch leider nichts - und so starteten wir unseren Aufstieg erst am späten Vormittag. Wir hatten ca. 500 Höhenmeter hinter uns zu bringen. Unter anderen Rahmenbedingungen wäre dies vielleicht ein netter Spaziergang gewesen - doch 35 Grad Celsius und ein unglaublich steiler Aufstieg ließen den Schweiß in Strömen rinnen und brachten nicht nur wenige von uns an ihr Limit.
Umso stolzer waren wir dann, als wir endlich auf dem Gipfel standen - wo wir von den Kindern von OA ( die sich mit Abstand als die Fittesten und Schnellsten von uns herausstellten) unter Applaus empfangen wurden. Auf dem Gipfel wurde dann gefeiert - mit Picknick, Fahne hissen, Fotoshooting und Gesang. Die Kinder des Jugenddorfes hatten selbst noch eine eigene Fahne gemalt, auf der stand "HIV/AIDS is real" und machten somit auch auf ihre ganz persönliche Art und Weise auf das Thema aufmerksam.
Die meisten der Kinder waren vorher noch nie aus ihrem Dorf und der Umgebung Ayeniahs herausgekommen - für sie bedeutete unser Ausflug also nicht "nur" die Besteigung des höchsten Gipfels in Ghana und das Setzen eines Zeichens gegen HIV/AIDS, sonder gleichzeitig die Möglichkeit, ihr eigenes Land ein wenig besser kennen zu lernen. Daher sahen wir viele leuchtende Kinderaugen!
Wir freuen uns sehr, dass wir die Möglichkeit hatten, an dieser Expedition teilzunehmen, und möchten uns im Namen aller Teilnehmender herzlich bei Joachim Franz und seinem Organisationsteam bedanken. Es war für uns alle ein unvergessliches Erlebnis und wir sind froh, einen Teil zum Kampf gegen HIV/AIDS beigetragen haben zu können.
Physiker-Paar unternimmt Expedition für Aidskranke
Eine Autopanne irgendwo in der afrikanischen Wüste hat ein Unkeler Physiker-Paar binnen weniger Tage zu Aids-Aktivisten gemacht: Heinrich Geuther und Sabine Köppe bestiegen den höchsten Berg Äthiopiens, den Ras Dashen, und hissten dort eine Flagge mit der Dunkelziffer der Aidskranken in dem afrikanischen Land. Mit der spontanen Aktion sicherten die beiden das Gelingen der „Cape2Cape“-Tour vom Nordkap nach Kapstadt.
Diese Aktion hat der Wolfsburger Extremsportler Joachim Franz ins Leben gerufen, um neue Aufmerksamkeit für das Thema Aids zu wecken. Er uns sein Team hatten sich vorgenommen, in zwei Monaten die höchsten Gipfel von 20 Staaten zu erklimmen und dort Flaggen mit Aids-Dunkelziffern zu hissen. Damit werben die Aktivisten um Spenden für die Stiftung „Hope Cape Town des deutschen Pfarrers Stefan Hippler.
Unterwegs zwang eine Autopanne in der Marsabit-Steinwüste das Franz-Team zum Umkehren nach Nairobi. Die Ras-Dashen-Besteigung drohte auszufallen. Dann aber las Heinrich Geuther daheim in Unkel von dem Zwischenfall - und erbot sich, spontan einzuspringen. Zwei Wochen später stürzten er und seine Lebensgefährtin Sabine Köppe sich in eine abenteuerliche Expedition.
Da lief nicht alles glatt
Gestern am späten Abend kamen wegen eines Gewitters nur bruchstückhaft Nachrichten über das Satellitentelefon vom Berg. Was wir daraus deuten konnten: Unsere Leute standen bereits um 17:30 Uhr auf dem Gipfel des 3446 Meter hohen Mafadi Peak und haben dort das südafrikanische Banner mit der Dunkelziffer an HIV-Infizierten und Aids-Kranken (6,1 Millionen) im Land entrollt. Die Nacht wollten sie dann in einer Höhle unterhalb des Gipfels verbringen. Das war´s. Und jetzt? Wir warten.
Um 14 Uhr hören wir Stimmen: Sie sind endlich da. Alle wohlauf. Nun ja, mehr oder weniger. Regina erzählt vom Regen und dem Sturm, der rund um den Gipfel tobte. Sie macht vor, wie sie sich mit dem ganzen Körper dagegen stemmen musste – leider weht hier unten kein Wind und sie verliert für einen Moment das Gleichgewicht. Die Haut von Markus Füßen sieht ungefähr so aus als habe er sie 24 Stunden in heißem Wasser eingeweicht – so runzelig wie die eines 120jährigen. Am Schlimmsten hat es Dominik erwischt: „Nie, nie wieder gehe ich auf einen Berg!“ Er war die letzten Meter zum Gipfel vor Erschöpfung auf dem Zahnfleisch gekrochen und als er sich jetzt noch einmal bei seinen Kameraden dafür bedankt, wie sie ihn trotzdem auf den Gipfel gebracht haben, da stockt ihm die Stimme, es glänzt verdächtig hinter den Brillengläsern und die Schulter bebt.
Nur ein VW-Bus!?
Heute Morgen haben wir unsere Sportler mit einem Pickup zur Besteigung des 3482 Meter hohen Thabana Ntleyana in Lesotho losgeschickt, um den Gipfelerfolg nicht zu gefährden. Es hatte von allen Seiten geheißen: „Den Sani-Pass kommt ihr mit euren Autos niemals hoch!“ Nur Hardcore-Pickups und rustikale Geländewagen könnten dort bestehen, gerüstet mit Leiterrahmen und Blattfedern und Reduktionsgetriebe. Allradantrieb und höher gelegtes Seikel-Fahrwerk in allen Ehren: „Eure Autos sind eben doch nur VW Busse.“ Nun denn, denken sich Mahuma und Uwe - für alle Sonderaufgaben mit den Autos zuständigen Fahrspezialisten, einen Versuch wäre es wohl wert! Umkehren können wir schließlich jederzeit.
Gesagt, getan. Tatsächlich ist die 20 Kilometer lange Strecke landschaftlich atemberaubend schön, für Autos aber die Hölle. Die schmale Piste frisst sich an den grünen Steilhängen der Drakeberge nach oben, schlägt enge Kurven und Haken. Schotter, Sand und nackter Fels bilden den Untergrund, Bachläufe schwemmen die Fahrbahn weg, tiefe Rinnen und Gräben liegen im Weg. Im oberen Bereich geht es dann nur noch über loses Geröll, dicke Steinbrocken und schräge Felsplatten. Und trotzdem: Die beiden California Beach fräsen durch Dreck und Schlamm, fluten durch Wasserläufe, winden sich über Gestein, mahlen und wühlen sich Meter für Meter weiter nach oben. Um 17 Uhr stehen unsere Testfahrer mit ihren Begleitern Dieter und Armin auf 2865 Meter Höhe am Ziel ihrer Wünsche: Der Sani-Pass ist ohne Schäden an den Autos bezwungen!
Von unseren Bergsportlern sehen sie jedoch nichts. Und da wir keine telefonische Verbindung mehr mit ihnen haben, bleibt nichts anderes übrig, als uns bis zu ihrer für morgen früh erwarteten Rückkehr zu gedulden.
Um 8 Uhr 30 treffen unsere Bergsteiger wieder im Kinderheim ein. Die letzte Nacht haben sie oben in nahezu 3000 Metern Höhe in einem Schlafsaal am Sani-Pass-Chalet verbracht. Jetzt wirken sie halbwegs erholt von den Strapazen des Vortages: Im Laufe von acht Stunden wurden 25 Kilometer An- und Abmarsch absolviert, über weite Hochflächen und sanfte Buckel, auf denen Grasteppiche, Moosflechten und eine Art kurzstielige Gänseblümchen wachsen. Wildpferde, Schafe und Ziegen grasen in einer majestätischen Stille, die nur vom Rauschen der Bäche und von der Melodie des Windes unterbrochen wird. Adolf, der einheimische Bergführer, ist in abgewetzten Gummistiefeln vorneweg gestürmt und hat Joachim, Regina, Markus, Werner und Dirk sicher auf den steinigen Gipfel des Thabana Ntleyana gelotst. Dort, auf dem mit 3482 Metern höchstem Berg Lesothos, wurde die Flagge mit der Dunkelziffer an HIV-Positiven und Aids-Kranken im Land gehisst (290.000).
„Mit dem Fahrrad!?“
Nathie staunt nicht schlecht, als er Joachim, Regina, Markus und Dieter am Fuße des Emlembe in Empfang nimmt. Unser Bergführer für den höchsten Gipfel Swasilands hat noch nie erlebt, dass diese Tour mit einem Mountainbike versucht wurde. Nun denn: Dann wird es ja Zeit! Ganz so einfach geht es dann trotzdem nicht. Zunächst kommen sie über ausgetretene Pfade noch recht flott voran, doch dann verlieren sich alle Spuren zwischen groben Steinplatten, das Gelände steigt jäh an. Die Räder müssen geschultert werden. Gut zwei Kilometer weit schleppen unsere Sportler die Bikes, zeitweise beträgt die Steigung mehr als 20 Prozent.
Trotzdem stehen sie keine anderthalb Stunden später auf dem 1863 Meter hohen Gipfel. Entrollen das Banner mit der Flagge und der Dunkelziffer an HIV-Infizierten und Aids-Kranken in Swasiland (260.000). Schießen das obligatorische Foto und machen sich auf den Rückweg. Diesmal fast die gesamte Strecke im Sattel ihrer Merida-Bikes. Nathie ist beeindruckt, obwohl er mit seinem für die Einheimischen typischen Laufschritt kaum langsamer voran kommt: „Alle Achtung, das ging ja schneller als gedacht!“
Ein nasses Bergerlebnis
Die Vorstellung von Mosambik als Land des Regenwalds hält, was sie verspricht. Unsere Bergsteiger bekommen es auf ihrem Weg zum Mount Binga zu spüren. Es nieselt ununterbrochen vor sich hin, während sie sich durch den Urwald kämpfen. Es tropft vom Himmel, es tropft von den Laubkronen, von den Büschen darunter, von den Farnen und natürlich tropft es auch vom kniehohen Gras. Und als sei das alles nicht schon genug an Nass, müssen immer wieder Bäche von Stein zu Stein springend gequert werden – wer daneben tritt, tropft erst recht.
Jedenfalls: Der Dschungel dampft. Unsere Leute auch. Und die Zelte. Die Nacht verbringen Alexa, Detlef, Dominik, Markus und Werner nämlich in zwei Notzelten und durchnässt wie sie sind, frieren sie, während die Feuchtigkeit vom dünnen Stoff der Innenwände perlt. Am frühen Morgen steigen sie weiter über die Baumgrenze hinaus, kreuzen Hochmoore und gelangen schließlich etwa 200 Meter unterhalb des Gipfels in ein Labyrinth aus Felsbrocken. Um 7:30 Uhr stehen sie am höchsten Punkt des Mount Binga, 2436 Meter über dem Meer, und entrollen das Banner mit der Flagge von Mosambik sowie der Dunkelziffer an HIV-Infizierten und Aids-Kranken des Landes: 2,2 Millionen Menschen.
„Was für ein Berg – was für ein Berg . . .“
Um 15:30 Uhr klingelt unten am Fuße des Berges das Handy: Das Gipfelteam ist am Apparat, die Verbindung schlecht. Was wir trotzdem verstehen: Wir sollen sofort so weit wie möglich nach oben fahren, Getränke bereit halten. Es eilt. Was ist passiert? Dramatik. So schnell war noch nie das Dach unseres California Beach unten, das Auto leergefegt. Zehn Minuten später treffen wir auf unsere Leute: Völlig dehydriert, mit glühenden Sohlen, kaputten Beinen. Vor allem Dirk hat es schwer erwischt: „Was für ein Berg – was für ein Berg . . .“ stöhnt der Debütant unter den Gipfelstürmern: „Das war definitiv nichts für Anfänger.“
Da hat er wohl recht. Neun Stunden dauert der nächtliche Anstieg, nur von einer kurzen Pause unterbrochen. Zunächst bei schwüler Hitze, die den Schweiß sofort aus allen Poren treibt. Unter Führung der Einheimischen Edson und George quälen sich Joachim, Regina, Alexa, Dieter und Dirk durch dichten Bewuchs. Ein Urwald aus Gebüsch und Farnen, umgestürzten Bäumen. Teilweise geht es auf allen Vieren voran. Sie erreichen die Baumgrenze – und dann beginnt erst die Tortur. Mächtige Felsblöcke und Steinplatten türmen sich auf. Ein steinernes Wirrwarr. Es muss von Block zu Block gesprungen, durch schmale Korridore gerobbt, durch niedrige Hohlräume gekrochen werden. Immer wieder, immer weiter. Joachim flucht: „Kaum glaubt man, das Schlimmste liege hinter einem, beginnt die Marter von Neuem. Zwei Stunden lang. Und wo bleibt der Gipfel?“
Dann, endlich, um 6:15 Uhr ist es geschafft. Ein gigantischer Blick über das Felsenmassiv der Mulanje Mountains mit seinen Schründen, Kuppen und Gipfeln tut sich auf. Über Täler, Dörfer und Plantagen, die weite Ebene. War es das wert? Ja. Noch wichtiger aber: Auf dem 3001 Meter hohen Sapitwa Peak weht nun das Banner mit der Landesflagge Malawis und der Dunkelziffer an HIV-Infektionen und Aids-Kranken im Land: 1,4 Millionen. Dafür hat es sich mit Sicherheit gelohnt! Auch Dirk weiß das: „Es geht hier doch nicht um mich, sondern um die Sache.“ Da ahnt er bereits, was ihn auf dem Rückweg erwartet: die gleiche Tortur. Springen, robben, kriechen. Das dauert genau so lang wie auf dem Weg nach oben. Geht in die Knie. Lässt Oberschenkel zu Pudding werden.
Die größte Schwierigkeit war den Zustieg zu finden
So, ich bin wieder zurück und haben einen kleinen Teil zu eurem Projekt beigetragen. Anbei das Gipfelbilder vom höchsten Berg Mauritius, dem Black River Peak oder auch Piton de la Rivière Noire mit 827 m.
Die größte Schwierigkeit, war den Zustieg zu finden:-) Die Einheimischen sind nicht wirklich Bergversiert und die normalen Reiseführer ebenso wenig.
Mit dabei waren Björn Röhrle, Wolfgang Marchner, Florian Dillinger, Petra Griesel
Viele Grüße
petzi (Petra Griesel)
Samias neuen höchsten Punkt entdeckt - "Peak C2C"
Um 7 Uhr brechen Markus, Werner, Dominik und Detlef gemeinsam mit dem Förster Maxwell und dessen Kumpel, dem Agraringenieur Myvero, auf. Unsere Jungs in voller Trekkingmontur, die beiden Einheimischen mit Badelatschen an den Füßen und im Hemd. Die seltsame Truppe folgt einem Trampelpfad durch den Busch, gewinnt an Höhe und lässt schon bald die Baumgrenze hinter sich. Sie folgt einem steinigen Grat bis zu einem Kreuzungspunkt: Rechts liegt Sambias höchster Punkt, erklärt Maxwell. Markus vergleicht die Richtung mit den Koordinaten seines GPS: „Das stimmt aber nicht, eigentlich müssen wir nach links!“ Und tatsächlich: Bei genauerer Betrachtung ist die von Markus ausgedeutete Erhebung eindeutig höher. Also geht es nach links.
Oben an gekommen zeigt sich: 2335 Meter Höhe – dies ist tatsächlich Sambias höchster Punkt. Maxwell lacht so herzhaft, wie die Menschen hier scheinbar alle lachen: „Ihr seid ja erst die dritte Gruppe Weiße in diesem Jahr und so viele auf einen Schlag waren wohl noch nie hier – aber ich habe sie alle immer nach rechts geführt!“ Dafür dürfen wir jetzt dem neu entdeckten Gipfel auch einen Namen geben und wir entscheiden uns rasch: „Peak C2C“ scheint uns angemessen. Auf ihm weht nun unser Banner mit der Dunkelziffer an HIV-Infektionen und Aids-Kranken in Sambia (1,2 Millionen – zehn Prozent der Gesamtbevölkerung).
Der Kilimanjaro ist bezwungen
Es war ein harter Weg, doch der Erfolg macht ihn umso lohnenswerter: Heute morgen um 7 Uhr stehen Joachim, Alexa, Regina und Dieter gemeinsam mit ihren Bergführern Charles, Gringa und Barraca auf dem 5896 Meter hohen Uhuru Peak und entrollen das Banner mit der Dunkelziffer an HIV-Infizierten und Aidskranken Tansanias (1,6 Millionen). Der Kilimanjaro, Afrikas höchster Berg, ist bezwungen.
Nur 74 Stunden dauert der Gipfelsturm, ohne ausreichende Akklimatisierung, durch ständigen Regen, der ab 4200 Meter Höhe in Schneefall übergeht – unter Kopfschmerzen leiden fast alle, doch vor allen Dingen Regina und Markus hat es schwer erwischt: Sie hinterlassen eine unübersehbare Spur längs des Gipfelkraters und Markus verzichtet am Ende auf den letzten Anstieg: „Ich habe mir die Seele aus dem Leib gekotzt . . .“
Ein gelungener Start in die neue Woche
Heute kommt die erhoffte Nachricht: Der Mt. Kenia ist bestiegen! Jörg Ehrlich und Gerhard Czerner, unser mobiles Bergteam für Afrika, haben diesen schwierigen Gipfel gestern bei Regen und leichtem Schneefall für uns bestiegen. Sie konnten auf dem Nebengipfel, dem Lenana auf 4985 Metern, die waae-Fahne und Kenias Landesflagge mit der erschreckend hohen Dunkelziffer von 1.500.000 HIV-Infektionen und Aids-Erkrankungen hissen.
Zwar konnten die letzten 200 Höhenmeter zum Hauptgipfel nicht zurückgelegt werden, doch stand die Fahne immerhin auf 4985 Metern. Es ist durchaus möglich, bisher nicht vollständig erreichte Gipfel noch einmal zu versuchen!
Flagge Ägyptens flattert als erste auf dem neuen Kontinent
Um 10:30 Uhr taucht der Bergführer auf: Nasser trägt Sandalen. Dazu eine alte Jogginghose, darüber eine ausgeblichene Fleecejacke und einen zerschlissenen Armeeparker. Unter seiner Führung brechen Joachim, Markus, Werner, Dominik und Oliver auf in Richtung Gipfel. Auch Moab lässt es sich nicht nehmen, mitzugehen. Nach einem entsprechenden Gewaltmarsch ist der höchste Punkt des Jabal Katherina schon nach knapp drei Stunden erreicht. Die Flagge Ägyptens mit der Dunkelziffer an HIV-Infizierten und Aidskranken des Landes (13.000) weht nun 2629 Meter über dem Meeresspiegel, mit der steingefügten Kapelle des Berges im Hintergrund. Flattert über einem gewaltigen Panorama: Eine scheinbar endlose, im Sonnenlicht rötlich schimmernde Welt aus Gipfeln und Schluchten, zu denen auch der Berg Mose gehört, in der Ferne glänzt silbrig die Oberfläche des Golfs von Suez.
Ein rundum erfolgreicher Tag
Cardinal Barragan hat ein Grußwort für unser großes Buch hinterlegt, in dem er unsere Arbeit für mehr Aufmerksamkeit für das Thema HIV/Aids würdigt: „Ihr seid Brüder und Schwestern in diesem edlen Ansinnen“ schreibt er. In seinem Namen hat Bischof Redrado Joachim und seinem Team die Medaille der Stiftung „Zum guten Hirten“ verliehen, die sich dem Kampf gegen HIV/Aids widmet.
Derart bestärkt ziehen wir dann zum Petersplatz, um dort unser Banner zu entrollen: Die Flagge des Vatikans und ein großes Fragezeichen – für den Kirchenstaat gibt es weder offizielle Zahlen zu HIV-Infektionen und Aids-Erkrankungen, noch eine Dunkelziffer.
O-Ton von der Dufourspitze
„Gipfel war leider nicht möglich. Sind mit 30-kg-Rucksäcken zur Monte-Rosa-Hütte. 1. Problem: Auf der Hütte kein Wasser zum Kochen, mussten weit oben Schnee holen. Wetter war super, aber durch die schwere Schlepperei zur Hütte Ruhetag nötig, da wir erst nachts an Hütte ankamen. Aufbruch zum Gipfel um 2 Uhr nachts. Da wir mit festem Schnee rechneten, ließen wir die Skier zurück. Stellte sich als richtig heraus, da es erstmal endlos durch wirres Blockgestein aufwärts ging. Da die Ski durchschleppen, wäre Irrsinn gewesen. Dann ging´s am Gletscher aufwärts. Teilweise trug der Schnee, teilweise spurten wir knietief. Uns wurde klar, dass wir mit der Spurarbeit den Gipfel (immerhin 1850 Höhenmeter ab Hütte) nicht erreichen konnten. Um 5.30 h kamen wir auf 3.400 Meter in die erste große Spaltenzone. Durch den Neuschnee waren nur die größeren Spalten sichtbar. Da es um diese Zeit noch dunkel war, erschien Weitergehen nur mit Stirnlampen durch die Spaltenzonen zu gefährlich. Wir machten noch ein paar Nachtaufnahmen mit dem Banner. Entschlossen uns dann schweren Herzens, umzukehren. Wir hätten gerne die Aufnahmen vom Gipfel nach Hause gebracht, leider nichts zu machen.“
Wilhelm & Thomas
Trotz akuter Lawinengefahr - mahnend auf 3.500 m Höhe!
Alexa, Regina, Dieter und Bergführer Ode haben sich um 6 Uhr in der Frühe aus den Schlafsäcken gepellt, sind aus dem Zelt in die Kälte hinaus gekrochen, haben kurz gefrühstückt und sich dann auf den langen Weg gemacht. Fünf Kilometer Gletscherquerung, erst im Zwielicht, dann taucht die aufgehende Sonne eine grandiose Gipfelkulisse in ihren flammend roten Schein. An Scharten und Kanten türmt sich der vom Wind herbei gewehte Schnee zu bizarren Figuren. Unsere Leute passieren scheinbar grundlose Gletscherspalten, über die schmale Brücken aus Schnee führen – vor allem für Regina ist der Eiseshauch aus gähnender Tiefe ein neues und leicht gruseliges Erlebnis.
Dann sind sie am Fuße des Aiguille de Toule. Quälen sich ein steiles Schneefeld hinauf, tasten sich über den schmalen Grat bis hinauf zum Gipfel. Doch um 9 Uhr 15 ist es geschafft: Die Banner Frankreichs (Dunkelziffer 210.000) und Italiens (250.000) knattern im Angesicht des unnahbaren Montblanc im Wind.
Mit Freunden auf dem höchsten Punkt von Deutschland
4 Uhr morgens. Es klirrt und klappert in unserem Autodorf zu Füßen der neuen Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen. Gaskocher zischen, Wasser köchelt, Essgeschirr scheppert. Es riecht nach Kaffee und Suppe. Rucksäcke werden gepackt, Eispickel verstaut. Das Bergteam bereitet sich auf den nächsten Gipfel vor. Heute soll die Zugspitze bestiegen werden. 2962 Meter über dem Meer, Deutschlands höchster Berg.
Eine Stunde später brechen sie auf: Joachim, Alexa, Regina, Dominik, Werner. Dazu drei Freunde des Teams, die in aller Frühe angereist sind. Achim aus Berlin, selbst HIV positiv und bereits beim B42-Marathon in Berlin am Start. Dazu Gerd aus Starnberg und Thomas aus Saarbrücken.
Diese Truppe steigt in absoluter Dunkelheit durch die bedrückende Enge der Partnachklamm, wo feiner Nieselregen das rutschige Terrain noch glitschiger werden lässt. Als sie an Höhe gewinnen, hört es auf zu regnen. Es bleibt aber diesig, Nebelschwaden ziehen über die Bergflanken. Der Klettersteig kurz vor dem Gipfelgrat blinkt vereist. Doch dann ist es geschafft: Um 13 Uhr, nach achtstündigem Steigen, ist der Gipfel erreicht. Hier warten bereits Filmemacher Oliver und Rainer, als Fotograf dreier „aids awareness expeditions“ ebenfalls ein alter Bekannter, die mit der Seilbahn herauf gekommen sind. Bei leichtem Schneefall wird das Banner entrollt: Die Dunkelziffer an HIV-Infizierten und Aidskranken in Deutschland wird auf 81.000 geschätzt.
Eine mystische Stimmung
Es ist geschafft: Heute morgen um 7 Uhr 30 wird unser Banner auf dem Großglockner gehisst. In 3798 Meter Höhe, auf dem Dach Österreichs. Es erinnert an jene mehr als 20.000 Einzelschicksale in der Alpenrepublik, die nicht als HIV-positiv oder an Aids erkrankt registriert sind.
Möllehöj als König – wobei die Zentimeter entscheiden: 170,86 Meter
Dänemark zeigt sich von seiner freundlichen Seite. Die Sonne scheint, die Temperaturen liegen bei 15 Grad. Und selbst am frühen Sonntagmorgen scheut sich der Presse- und Kulturattaché der Deutschen Botschaft in Kopenhagen nicht, uns zu treffen. Pünktlich um neun Uhr ist Christian Baukhage zur Stelle, lässt sich berichten, wie es uns bisher ergangen ist, will wissen, wie es weiter geht.
Wir kehren dann zurück aufs dänische Festland, fahren bis zum Dörfchen Ris. Dort liegen dicht an dicht die höchsten Gipfel Dänemarks. Davon gibt es gleich drei und welcher nun wirklich der höchste ist, da scheinen sich nicht mal die Dänen selbst so sicher zu sein. Es wirkt fast so, als käme bei jeder Messung mal wieder etwas anderes heraus, aber nach derzeitigem Stand gilt wohl der Möllehöj als König – wobei die Zentimeter entscheiden: 170,86 Meter. Viggo Rasmussen, für die Vermittlung von Projekten im Sozialrat der nahegelegenen Stadt Skanderborg zuständig, klärt uns auf: „Der Yding Skovhöj misst zwar 172,54 Meter, aber nur, weil auf seinem Gipfel in grauer Vorzeit ein Grabhügel aufgeschüttet wurde. Ohne den kommt er nur auf 170,77 Meter.“ Der Ejer Bavnehöj wiederum hat nur 170,35 Meter – trägt auf seinem Gipfel aber einen 12 Meter hohen Turm. Wollen wir auf den höchsten Punkt Dänemarks, dann liegen wir da in jedem Fall richtig – zumal auf den in Sichtweite liegenden Möllehöj nicht gegangen werden kann, weil er auf privatem Grund liegt.
Für Regina, Dominik, Werner und Detlev bedeutet das, dass sie nicht nur den, nun ja: Berg hinauf rennen müssen, was natürlich eine Leichtigkeit ist, sondern auch noch viele Treppenstufen hinauf sprinten dürfen – gezählt hat die natürlich wieder keiner. Am Ende jedenfalls weht die Flagge mit der HIV/Aids-Dunkelziffer (9300) über dänischen Landen.
Heute war ein – ja, ein: Supertag.
Alles hat gepasst. Zuallererst: Punkt 13 Uhr 30 weht unser Wimpel auf dem Gipfel des Galdhöpiggen, 2469 Meter über dem Meeresspiegel. Norwegens und Skandinaviens höchster Berg ist bezwungen. Es war ein hartes Stück Arbeit, das Joachim, Alexa, Dieter, Dominik und Werner leisten mussten: Zwar scheint meist die Sonne. Unsere Leute sind aber die ersten am Berg, müssen stundenlang durch kniehohen Tiefschnee spuren. Es weht ein beißender Wind, der einen Schleier aus Flugschnee vor sich her treibt, ihn wie eisige Nadeln in die Wangen jagt. Doch am Ende wartet diesmal der verdiente Lohn für alle Mühen.
Der erste Gipfel im Rahmen der "cape2cape" ist geschafft. Fast, jedenfalls.
Scheinbar sträuben sich nämlich nicht nur so manche offiziöse Stellen Europas gegen das Thema HIV/Aids, auch die Natur wehrt sich: Der höchste Gipfel Finnlands jedenfalls, der 1328 Meter hohe Halti, sperrte sich mit aller Macht gegen die Besteigung. Doch da hatte er sich verrechnet: Uns geht es um die Botschaft, und wenn der Hauptgipfel nicht will, dann verkünden wir unser Anliegen eben vom 100 Meter tiefer gelegenen Nebengipfel. Also pflanzten wir den Wimpel mit der Flagge Finnlands und der Dunkelziffer der HIV-Infektionen (3100) dort.
Detlef Kern zeigt Flagge auf dem Grauspitz in Liechtenstein
Es ist Donnerstagvormittag und wunderbares Reisewetter. Gegen 10 Uhr brechen wir (wir, das sind Martina H., Harald L. und ich, Detlef K. ) im Landkreis Peine auf und fahren 700 km Richtung Süden. Nach ca. 6 Stunden passieren wir die Grenze Österreich/Liechtenstein und nähern uns unserem Ausgangspunkt zur Besteigung des Grauspitz, dem kleinen Dörfchen „Steg“, das in Richtung des Wintersportortes „Malbun“ liegt. Dort angekommen, versuchen wir unseren Berg ausfindig zu machen. Dieses ist aber leider, aufgrund tief hängender Wolken, nicht möglich. Zwei Jäger, die uns beobachten, fragen wir, wo denn so ungefähr unser Berg liegen könne. Sie sagen uns, dass der Berg bei Nässe, Nebel und stärkerem Wind nicht zu machen sei, und dass erst in der letzten Woche ein Mann tot im Tal aufgefunden wurde. Auch bei schönem Wetter solle man gut aufpassen!
8 Uhr morgens, Sonnenschein!
Wir stärken uns mit einem guten Frühstück und brechen um halb zehn in Richtung Osten auf, wo in ca. 10 km Entfernung die Wand des Grauspitz schroff und zerklüftet zu erkennen ist. Nach 3 Stunden haben wir sie erreicht und sie ragt riesig und bedrohlich vor uns empor. Nachdem wir sehr müßig über eine Alm, vorbei an schwarzen, neugierig blickenden Kühen, bewegt haben, machen wir Pause, bevor wir dann endgültig „unseren Berg“ erklimmen wollen. Es geht nun sehr steil nach oben über losen Schotter und purzelndes Geröll. 45 Minuten später erreichen wir den Kamm auf 2400 m Höhe. Der Wind bläst ordentlich über den Gipfel, der in sichtbarer Nähe, aber für uns in unerreichbarer Ferne bleibt. Nachdem unser Puls wieder einigermaßen ruhig ist und wir uns mit prüfendem Blick gen Himmel und der Felsen rechts und links ein Bild gemacht haben, entscheiden wir uns (auch noch die Worte der Jäger im Kopf) ab hier nicht weiter zu gehen. Die Situation ist erscheint nicht ungefährlich mit den immer dunkler werdende Wolkenfetzen, die immer schneller über uns hinweg ziehen.
Nachdem wir die Gipfelfotos im Kasten hatten und Haralds Rucksack sich selbstständig und allein auf den Weg nach unten gemacht hat, entscheiden wir uns auch für den Rückweg und beginnen mit dem Abstieg. Die ersten 50 m fand ich besonders schwierig und der Gedanke „BLOß NICHT ABRUTSCHEN!!!, denn sonst geht es 500m ungebremst, ohne Halt hinab ins Tal!“ zügelte mein Tempo und bestimmte meine Schritte.
Der Blick Richtung Osten hat uns Recht gegeben. Die Wolken hatten, wie am Tag zuvor, die Berge verschlungen und es fing an zu regnen bis das schöne Panorama zu einem grauen Bild verschwamm. Harald hat seinen Rucksack übrigens wieder gefunden und so sind wir dann erneut, an den Kühen vorbei, zu unserem Ausgangspunkt, dem kleinen Berghotel gewandert. Völlig durchnässt dort angekommen, hat unser Wirt „Fredi“ uns väterlich empfangen und herrlich für uns gekocht. Nach der warmen Mahlzeit ging es uns gleich wieder richtig gut. Am nächsten Morgen haben wir dann nach dem Frühstück unsere Heimfahrt angetreten, denn die Wettervorhersage hatte weiteren Regen prophezeit.
Das Geld, das wir auf dieser Expedition sammeln, kommt den Aids-Waisen in Südafrika zu Gute. Direkt gefördert werden HOPE CAPE TOWN/ Südafrika, Fundacion Santa Clara de Asis/ Chile und School for Life/ Thailand sowie Einzelprojekte in Deutschland.
Tom Staats legte mehr als 300 Kilometer zurück – Weltweite Aktion gegen Aids
Als der Braunschweiger Extremsportler Tom Staats Samstagabend auf dem 322 Meter hohen Vaalserberg in den Niederlanden die Fahne hisste, hatte er mehr als 300 Kilometer zurückgelegt – in einem Kettcar.
Denn der Trip von Vechelde bis auf die höchste Erhebung der Niederlande war ein Teil der "world aids awareness expedition 2008".
Staats war der Erste, und er wollte es sich nicht zu leicht machen. Ein Gipfelfoto wurde geschossen, das Erste von insgesamt 200. Staats und sein Tross verteilten Flyer mit Informationen über die Immunschwäche-Krankheit.
© Joachim Franz - Impressum
Am 21.08.2010 konnte Micheal Laban vom Mountain Club of Zimbabwe, die Fahne der "world aids awareness expedition" auf den Nyangani hissen. Wir freuen und auf die ungewöhnliche Bilder und...
Trotz schwieriger Bedingungen im Land haben Marlon Beale und Shannon Allen vom "Jamaica Conservation and Development Trust", die waae-Fahne am letzten Wochenende auf den höchsten...
